Schweden als Musterland
der Integrationspolitik

Schweden wird immer wieder für seine Integrationspolitik als Vorbild genannt. Dieses positive Urteil stimmt nicht bei der Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Immigranten haben es in Schweden schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Von den Immigranten, die nach dem Jahr 1998 angekommen sind, verfügen rund 25 Prozent nur über eine Grundschulbildung. Für die Anforderungen des Arbeitsmarkts sind sie damit nicht ausreichend qualifiziert. Das führt dazu, dass viele Migranten und Asylwerber auf dem schwedischen Arbeitsmarkt keinen Job finden.

Außerdem zwingen der schwedische Wohlfahrtsstaat und die Integrationsgesetze sie nicht, eine unangenehme Arbeit anzunehmen. Auch ohne Arbeit lässt es sich gut leben. Jedoch belastet die ungenügende Integration von Migranten das Sozialsystem enorm.

Daher verändert sich die moralische Einstellung in Schweden: Einerseits nimmt die soziale Ausgrenzung der Einwanderer zu, anderseits steigt der Unmut der jungen Migranten. Auch in Schweden ist nicht alles Gold, was glänzt.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Zum Leitartikel von Reinhard
Göweil, 30. April

Die Massenuniversität ist
kein Zukunftskonzept

Inwieweit es sinnvoll ist, für quantitative Ziele und Massenuniversitäten viel Geld in die Hand zu nehmen, sei dahingestellt, denn für die so wichtige Forschung sollte primär Qualität gefördert werden. Man ist jetzt schon so weit, dass Akademiker Maturantenjobs und Maturanten Tätigkeiten von Handelsschülern - jeweils mit nach unten nivellierter Bezahlung - übernehmen. Abgesehen von höheren Kosten für alle Beteiligten und längeren Ausbildungszeiten wird man nur auf diese Art nur Verdrängungseffekte generieren.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Intransparenzen beim Hypo-Untersuchungsausschuss

Unsere vom Wähler bezahlten Ämter und Behörden schicken an den vom Wähler bezahlten Hypo-Untersuchungsausschuss Berge von Akten, die sie als "vertraulich" kennzeichnen. Der Ausschuss soll dann - tunlichst hinter verschlossenen Türen - herausfinden, wie das vom Wähler zu bezahlende Hypo-Fiasko zustande gekommen ist.

Offensichtlich liegt es in der Absicht der beiden "Großparteien", dass der Wähler von diesen Machenschaften möglichst wenig erfahren soll. Um ihn nervlich zu schonen. Ein gewisser Herr Metternich fände diesen Umgang mit Untertanen sehr zufriedenstellend.

Rudolf Jahn,

per E-Mail