Ein Dank an die Generation
des Wiederaufbaus

Österreich hat in den letzten Wochen ausgiebig die 70. Wiederkehr des Kriegsendes 1945 und das 60-jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Staatsvertrags gefeiert. Zu Recht! Es gab Staatsbankette und aufwendige Feierlichkeiten mit Promis aus dem In- und Ausland. Auch zu Recht?

Was mir jedenfalls dabei fehlte, war der Dank an jene Menschen, die in dieser Zeit an Österreich glaubten und unter teils großen Entbehrungen, aber umso mehr Optimismus und Anstrengung zum Wiederaufbau unseres zerstörten Landes beigetragen haben. Diese Menschen haben die Basis geschaffen, dass wir heute zu den reichsten Ländern gehören und auf sehr hohem Niveau jammern dürfen. Es wäre eine Geste diesen Menschen gegenüber, sie ebenfalls zu einer Feier einzuladen. Nichts Pompöses, nur eine einfache Veranstaltung in jedem Bundesland als "Danke" der nachfolgenden Generationen. Ich meine, dass sich unsere "Altvorderen" einen deutlichen Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung wahrlich verdient haben.

Das "Fest der Freude" auf dem Heldenplatz erinnerte am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren. - © Neubauer
Das "Fest der Freude" auf dem Heldenplatz erinnerte am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren. - © Neubauer

Ernst Paleta,

per E-Mail

Zum Artikel von Marina Delchewa, 27. Mai

Die wahren Kosten
der Atomenergie

Es genügt nicht, dass die österreichische Politik die staatlichen Unterstützungen für die Atomstromerzeugung als unzulässige Beihilfe darstellt. Im Sinne einer Kostenwahrheit beim Atomstrom wäre es notwendig:

1. die Kosten für die Endlagerung des Atommülls nicht der Allgemeinheit aufzubürden, sondern die Erzeuger gesetzlich zu verpflichten, ausreichende Rückstellungen für die Endlagerung ihres Atommülls zu bilden. Allein das würde den Atomstrom sofort unfinanzierbar machen.

2. bei Reaktorunfällen die Eigentümer für die dabei entstehenden Kosten gesetzlich haftbar zu machen. Das ist heute nicht der Fall. Nachdem die Schäden bei einem Reaktorunfall exorbitant sein können und keine Versicherung bereit ist, dieses Risiko zu versichern, wäre diese Form der Energieerzeugung sofort obsolet.

Sollte es in einem Nachbarstaat Österreichs zu einem Super-GAU kommen, wäre auch Österreich davon betroffen. Nicht nur mit dem Leid der Bevölkerung, sondern auch mit Unfallschäden, gegen die der Fall der Hypo-Alpe-Adria eine Kleinigkeit wären. Die Gesetzeslage bürdet der österreichischen Zivilgesellschaft alle Kosten auf. Ohne die Eigentümer des Unfallreaktors mit einzubeziehen.

Dipl.-Ing. Dr. Franz Labek,
2504 Sooß