Bei Parteienwechsel wird die Wählerstimme gestohlen

Jeder Abgeordnete wurde von Wählern mit der nötigen Anzahl von Stimmen gewählt. Wechselt er nun die Fronten, so stiehlt er den Wählern die Stimmen, da er ja auf einer Parteiliste gewählt wurde. Da immer öfters Abgeordnete während einer Legislaturperiode die Parteien wechseln, wäre es gut, wenn eine neue Wahlordnung solche amoralischen Bestrebungen unterbinden würde.

Anton Padua,
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Verhalten ist Grund für die Politikverdrossenheit

Und man wundert sich, dass so viele Bürger mit der Politik nichts mehr zu tun haben wollen? Zum Schämen.

Christine Delnicki,
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Parteiwechsel aus der Sicht eines Wählers

Es ist eine Grundidee der Demokratie, dass die Wahlberechtigten Personen wählen, die ihre Interessen in den politischen Gremien vertreten. Von Ausnahmen abgesehen hat der österreichische Wähler keinen Einfluss, wen er als "seinen" Vertreter in ein politisches Gremium entsendet.
Der Wähler hat jedoch die Möglichkeit seine Stimme der Partei zu geben, deren Partei- und Wahlprogramm seinen Wünschen am nächsten kommen. Durch die auf der Wahlliste angeführten Namen der möglichen Mandatare betraut der Wähler die angeführten Personen mit der Vertretung seiner Interessen. Der Mandatar, der sich auf der Liste dieser Partei hat wählen lassen, ist daher im Auftrag des Wählers dazu verpflichtet, sich für das Partei- und Wahlprogramm dieser Partei einzusetzen. Ein Mandatar, der die Partei wechselt, verliert die Legitimation als Vertreter des Wählers, weil er das Programm und den Wunsch des Wählers nicht mehr vertritt. Für das Programm der neuen Partei, zu welcher er wechselt, hat er aber kein Mandat, da er dafür von keinem Wähler gewählt wurde.
Das "freie Mandat" kann daher nur so gedeutet werden, dass der Mandatar von niemandem beeinflusst werden darf, sich für das einzusetzen, wofür er gewählt wurde. Es kann aber nicht bedeuten, dass der Mandatar den Auftrag des Mandanten missachtet. Oder im Fall des Parteiwechsels kann es nicht bedeuten, dass er sich der Stimmen von Wählern versichert, indem er sich als einer Partei und deren Programm zugehörig ausgibt, und danach das Programm einer anderen Partei vertritt. Dies wäre eine Täuschung des Wählers.

Dr. Gottfried Fuhrmann,
1030 Wien

Zum Artikel von Thomas Trescher, 4. August
Sprache Esperanto verbreitet sich rasant

Einer neueren Schätzung zufolge gibt es ungefähr drei Millionen Menschen, die Esperanto sprechen. Jede Suchmaschine zeigt mit den Treffern zum Stichwort "Esperanto", dass die Sprache lebt und sich rasant verbreitet.

Peter Weide,
per E-Mail