Zum Artikel von Marina Delcheva, 25. August
Windräder im Waldviertel

Das gesamte Alpenvorland wird aus touristischen Gründen von Windrädern frei gehalten, warum nicht das Waldviertel? Angesichts der Tatsache, dass Windräder negative Auswirkungen haben und dass diese vor allem die Anrainer zu spüren bekommen, finde ich Ihre Polemik unangebracht. Wollen Sie ein Windkraftwerk neben Ihrer Wohnung haben? Informieren Sie sich bitte über Schall und Infraschall. Es geht nicht allein um das Landschaftsbild, sondern auch um Gesundheitsgefährdungen für Menschen!
Die Strompreise werden bei uns durch die Kosten der Wasserkraft bestimmt und nicht durch die Windkraft. Je höher der Anteil der Windkraft, desto teurer der Strompreis. Haben Sie schon einmal etwas von Ökostrombeiträgen gehört? Warum werden Windräder vielfach nach dem Auslaufen der garantierten Einspeisetarife nach 13 Jahren abgebaut, obwohl die Lebensdauer mit 25 Jahren angegeben wird? Ist das nachhaltig? Die Windkraft lebt nur aufgrund der Ökostromförderung. Außerdem hat sie große Probleme mit der Volatilität der Produktion.

Christoph Terrer,
per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 25. August
Gewinn und Verlust der Aktionäre

Umgekehrt haben die Aktionäre, die anscheinend einiges an Dividenden einstreifen konnten, jetzt den massiven Kursverlust zu verzeichnen. Der Kursverlust macht ein Vielfaches der Dividende aus.
Da lobe ich mir Firmen, die nicht an der Börse sind: Die müssen nicht alle Sandkistenspiele der Aktienwelt mitmachen!

Marcus Lang,
per E-Mail

Spielregeln des Finanzmarktes

Es ist eigentlich eine gute Nachricht, dass 6 Billionen Dollar vernichtet wurden. Das Geld gehörte jemandem, der es nicht brauchte und daher gewinnbringend angelegt hat.
Es ist aber mathematisch unmöglich, Geld ad infinitum gewinnbringend anzulegen. Irgendwann muss es abgeschöpft, also "vernichtet" werden. Leider nehmen die Wirtschaftswissenschaft und die Politik das nicht zur Kenntnis und müssen daher "ratlos zusehen". Es gäbe Spielregeln und Gegenmaßnahmen. Aber sie werden wohl erst ergriffen werden, wenn noch viel mehr passiert sein wird.

Dr. Stefan Malfèr,
1030 Wien

Radfahren bei roter Ampel

Über Abbiegen bei Rot kann man diskutieren, aber wenn, dann für alle. Trotzdem halte ich es für gefährlich, weil die Radfahrer jetzt schon bei Rot über die Kreuzung fahren (und nicht nur einzelne, sondern gut ein Drittel) und die neue Regelung als zusätzliche Ermutigung auffassen könnten.
Ich war lange Zeit gegen "Nummerntafeln" (übrigens auch jetzt), aber irgendeine Kennzeichnung erscheint mir in der derzeitigen Situation nötig. Alle Radfahrer sollten eine deutliche Kennzeichnung am Rücken tragen (Mantel, T-Shirt, Hemd mit Nummer!).

Mag. Franz Karl,
Vizepräsident des Österr. Seniorenrates,
1130 Wien