- © Foto: apa/Herbert P. Oczeret
© Foto: apa/Herbert P. Oczeret

Gruppen von "Asylpaten" sollten gebildet werden

Die riesige Menge an Flüchtlingen kann nicht nur von ein paar Beamten und einigen NGOs über Jahre betreut werden. Es braucht den Einsatz, die Ideen, die soziale Zuwendung, die Ressourcen vieler normaler Bürger, um so viele Menschen angemessen aufnehmen zu können. Wie wäre es mit einer "Asylpatenschaft", wo eine Gruppe von Bürgern sich für einen Zeitraum verpflichten kann, Asylwerber aufzunehmen?
So eine Patengruppe würde Wohnraum, soziale Ansprache, Einweihung in unsere Lebensweise, aber auch Begleitung bei Behörden- oder Arztwegen zukommen lassen. Wie die Patengruppe würde auch der Asylwerber eine Verpflichtung eingehen müssen, etwa unsere Lebensweise zu achten oder mit seinen Möglichkeiten seine Patengruppe so gut es geht zu unterstützen. Die Behörde und NGOs könnten eine Mentorenrolle einnehmen, bei rechtlichen oder psychologischen Problemen unterstützen, zu allen Problembereichen Informationsmaterial bereitstellen sowie finanziell zur Grundversorgung beitragen.

Erwin Thaler,
1160 Wien

Mit den Flüchtlingen reden, nicht über sie

Die wichtigsten Partner fehlen noch am Verhandlungstisch der EU-Sondergipfel: die Flüchtlinge selbst. Sie sind es schließlich , die bestimmen werden, ob sie irgendwelche Quoten und Deportationen zu akzeptieren bereit sind oder nicht. Wer die jüngsten Ereignisse aufmerksam beobachtet, stellt fest, dass den politisierenden Eliten der EU das Gesetz des Handelns entglitten ist. Letzteres liegt schon weitgehend bei den Asylsuchenden, und es dürfte vom zerstrittenen Haufen der Innenminister kaum wieder zurückzugewinnen sein.

Alex Grendelmeier,
per E-Mail