Zum Artikel von Reinhard Göweil, 21. Oktober
Finanzinvestoren kaufen Grundversorgung

Der Verkauf würde einem anhaltenden internationalen Trend entsprechen: Immer mehr Finanzinvestoren kaufen sich in gesellschaftlich relevante, oft aus dem öffentlichen Bereich ausgegliederte Unternehmen ein. Neben der Bank Austria steht in Österreich ja zurzeit noch der Verkauf des österreichischen Gasverteilsystems durch die OMV an einen Finanzinvestor auf dem Plan.
Ein Modell, das Schule macht: Die Filetstücken werden aufgeteilt, die Risiken trägt der Verkäufer und im Falle von vormals staatsnahen Unternehmen die Gesellschaft. Die Folge: eine vormals gesicherte, leistbare Grundversorgung der Bevölkerung wird zum Spielball der Finanzmärkte, samt dem Verlust der wirtschaftspolitischen Steuerbarkeit. Ein Vorgeschmack auf eine Welt nach Ratifizierung des TTIP-Abkommens.

Zoe Sommer,
per E-Mail

Zum Artikel von Julia Beirer, 21. Oktober
Schmutz in den Lüftungsschächten

Wäre gut, wenn etwas gegen den Schmutz in den Lüftungsschächten erfunden würde, was man auch in Schächten von Wohnhäusern verwenden könnte. In den meisten Lüftungsschächten hilft nur, den Ventilator einzuschalten, und da kommt der ganze Schmutz in die Raumluft. Das dürfte die einzige Reinigung sein. Verwendet man Desinfektionsmittel oder Reinigungsmittel, sind die Dämpfe auch in der Raumluft. Wo ist die schöne Zeit, als Fenster zum Lüften gereicht haben.

Olga Chraska,
per E-Mail

Bio-Hähne dürfen leben

Jährlich werden allein in Österreich fast zehn Millionen junge Hähne nach dem Schlüpfen vergast. Sie legen keine Eier, liefern zu wenig Fleisch und sind somit unwirtschaftlich, also weg damit! Eine Schlierbacher Initiative wollte dabei nicht länger zusehen, suchte und fand "Sandy", eine Hühnerrasse, wo auch die Hähne genug Fleisch lieferten. Das wird schon bald in biologische Produkte wie Faschiertes und Würste verarbeitet. Danke!
Leider lasse sich dieses Modell auf die konventionelle Hühnerhaltung nicht umlegen, bedauert der geschäftsführende Gesellschafter der Eiermacher GmbH Manfred Söllradl: "Da geht es um zu große Mengen. Kunden können das Produkt kaufen, das ihnen entspricht." Dem muss man hinzufügen, dass an erster Stelle der "Produktion" ein Züchter steht, dem es entspricht, Hähnen das Recht auf Leben abzusprechen, weil es nicht wirtschaftlich ist und weil man davon leben muss. Das sind Bauern, die Wirtschaftlichkeit über ihre Tiere stellen. Das Tier hat sich nun einmal anzupassen. Genauso wie die meisten Kühe, denen man ihre Hörner raubt, weil man sie nicht ihrer Natur gemäß halten möchte.

Walter Koren,
4560 Kirchdorf