Statistiken falsch lesen

Vor einigen Tagen ging die Nachricht durch die Zeitungen, Senioren seien immer häufiger in tödliche Unfälle verwickelt. Und daraus schloß man, man müßte Tests für ältere Autolenker einführen.
Diese Unfallzahlen beinhalten aber auch Fußgänger und Radfahrer, hier werden Ältere immer häufiger Unfallopfer. Nicht weil sie selbst unbedingt etwas falsch machen, sondern weil sie von (jüngeren) Verkehrsteilnehmern umgefahren werden.
11,4 Prozent der Verunfallten sind Senioren. Die Altersgruppe stellt jedoch schon 18 Prozent der Bevölkerung. Sie ist also unterdurchschnittlich an Unfällen beteiligt. Jede Regelung, die ausschließlich auf das Alter abstellt, ist glatte Altersdiskriminierung und daher abzulehnen. Die Prüfung des Gesundheitszustandes und damit die Fahrtauglichkeit muss weiterhin individuell - in jedem Alter - geregelt sein.

Mag. Franz Karl,
Vizepräsident des Österr. Seniorenrates,

1130 Wien

Zum Interview mit Clemens Lahner, 7. November
Integrationsprobleme der Flüchtlinge von heute

Abgesehen von seinen politisch undurchführbaren EU-Vorschlägen zum Thema Flüchtlingskrise irrt sich Clemens Lahner doppelt: 1956 kamen nicht 170.000, sondern 180.000 ungarische Flüchtlinge nach Österreich, doch nur kaum 12.000 blieben in Österreich, die sich bereits in der ersten Generation, wie auch ich, voll integrierten. Zwei Faktoren erschweren die Integration: die Religion und die Familienzusammenführung. Letztere hemmt durch die familiäre Heimatsprache die Integration - und das unabhängig von der sozialen Stellung, da nur sprachliche Mischehen die Integration fördern.
Um die Gesamtproblematik zu verstehen, empfehle ich Herrn Lahner die hervorragende Kolumne von Christian Ortner in der gleichen Ausgabe zu lesen.

Prof. Dr. Peter Stiegnitz,
per E-Mail

Zum Artikel von Daniel Bischof, 6. November
Umweltbewusstes Einkaufen

Umweltbewusstes Einkaufen: Nicht jeder kann es sich leisten. - © Foto: dpa-Zentralbild/Jens Kalaene
Umweltbewusstes Einkaufen: Nicht jeder kann es sich leisten. - © Foto: dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Mir ist vollkommen klar, dass man durch entsprechendes Einkaufsverhalten das Angebot "steuern" kann. Nur: Ich bin Mindestrentnerin, der nach Zahlung der Fixkosten 320 Euro monatlich bleiben. Wie kann ich bei Einkauf von Bio-Lebensmittel und Fairtrade-Kleidung inklusive Schuhen mit diesem Geld auskommen?

Gertrud Pflügler,
3481 Fels

Zum Artikel von Edwin Baumgartner, 6. November
Urzeit-Hai Megalodon

Ein selten guter und objektiver Artikel über das "Monster" Hai, danke.

Dr. Walter Buchinger,
per E-Mail