Demonstation in Spielfeld

Szenen des Terrors in Paris: Chaos in der Nähe der Bataclan-Konzerthalle. - © Foto: reuters/Christian Hartmann
Szenen des Terrors in Paris: Chaos in der Nähe der Bataclan-Konzerthalle. - © Foto: reuters/Christian Hartmann

Was sich am Wochenende im Grenzraum Spielfeld abspielte, versetzt uns in Angst und Schrecken. Der behördliche Irrsinn, dass in einem derartig sensiblen Bereich eine Demonstration genehmigt wird, ist eine Sache. Davon abgesehen, dass solche Veranstaltungen Einsatzkräfte binden, die wir dringend an der Grenze für wichtigere Aufgaben brauchen. Aber dieses aggressive Verhalten der Demonstranten und der Vandalismus, den österreichische Staatsbürger mit wehenden Nationalfahnen zeigten, sollte uns nachdenklich stimmen. Auf der einen Seite verurteilen bestimmte Gruppierungen, dass Menschen bei uns Kopftücher tragen, und selber treten sie vermummt auf. Nicht aus Glaubensgründen, sondern aus Angst, dass sie bei ihren Strafvergehen erkannt werden könnten. Im Vorfeld wurden Stimmen laut, dass Flüchtlinge Zäune durchbrechen und Straftaten begehen könnten. Und was machen unsere Staatsbürger? Sie durchbrechen Zäune, zerstören Weingärten und demolieren Kraftfahrzeuge. Ich meine, dass wir als Bürger eines Rechtsstaates auch eine Vorbildwirkung gegenüber Flüchtlingen haben sollten.

Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, Vizepräsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft,
8051 Graz

Zum Gastkommentar von Amani Abuzahra, 12. November
Demokratie und Vielfalt

Als begeisterte Leserin der "Wiener Zeitung" bin ich täglich aufs Neue vom hohen Niveau beeindruckt, das einen positiven Höhepunkt in der österreichischen Medienlandschaft darstellt. Der Gastkommentar von Amani Abuzahra hat mich besonders beeindruckt. Ein so blitzgescheiter Text ist angenehm zu lesen und gibt Hoffnung, gerade jetzt, wo durch die schrecklichen Vorkommnisse in Paris die große Gefahr besteht, dass Europa den Weg in eine völlig falsche Richtung einschlägt. Ganz herzlichen Dank! Ich würde mir wünschen, von Frau Abuzahra öfters in der "Wiener Zeitung" lesen zu dürfen, und wünsche ihr an dieser Stelle viel Erfolg und Freude bei ihrer wichtigen Arbeit.

Alice Krotky,
1200 Wien

Mordanschlag auf Zivilisten

Das, was in Paris geschah, ist kein Angriff auf unsere Werte und Grundrechte, das, was geschah, war ein heimtückischer Mordanschlag auf unschuldige Zivilisten, einer Terrororganisation, die sich selbst als eine von Gott legitimierte Kraft sieht und alle "Ungläubigen" als potenzielle Feinde betrachtet und sich mit Europa im Krieg befindet. Es ist an der Zeit, die schönen Umschreibungen beiseitezulassen und das Kind beim Namen zu nennen.

Thomas Richter,
per E-Mail

Terroranschläge in Frankreich

Die EU-Länder sollen die eigenen Grenzen vor solche Anschlägen zum Schutze der Bürger verstärkt kontrollieren.

Heinz Granegger,
per E-Mail