Der IS-Terror hat zwei Gesichter

Die Kampfweise von IS-Kämpfern in Syrien unterscheidet sich von der von IS-Terroristen in Europa, weil unterschiedliche Strategien das operative Verhalten bestimmen. Im Nahen Osten will man einen islamistischen Gottesstaat aufbauen und in Europa die Gesellschaft destabilisieren.
Terrorismus ist geprägt durch Kleingruppen, diese sind durch Verbindungsleute und Kommandozentralen vernetzt. Häufig gibt es eine eigene Planungszelle, ein erhebliches Maß an konspirativer Geheimhaltung und eine hohe Eigeninitiative. Auch werden modernste Kommunikationsmittel genützt. Das Verhalten ist anonym und Terroristen scheuen Kontakte mit der Bevölkerung, um nicht aufzufallen.
Im Gegensatz dazu besitzen die IS-Kämpfer militärische Strukturen und eine hierarchische Führung. Sie führen einen Guerillakrieg mit einer Dezentralisierung der Kräfte.

Kurt Gärtner,
4600 Wels

Zum Artikel von Thomas Seifert, 21. November
Finanzquellen der IS-Kämpfer

Danke für den informativen Artikel: Ergänzen darf ich, dass sich das Finanzkapital des IS nicht bloß aus dem Ölgeschäft ergibt: Neben diesem ergibt es die Nutzung von Farmen, die durch den Feldzuges nun im Einflussbereicht des IS liegen. Hinzu kommen die Einnahmen aus "Steuern" sowie ein "Ablasshandel". Ob die Veranlagung des Vermögens stets den Grundzügen des "Islamic Finance" genügt, überlasse ich Ihrer Fantasie und der OECD. Eine Fokussierung auf den Handel mit Öl greift zu kurz.

Alexander Simon,
per E-Mail

Zum Artikel von Werner Reisinger und Jan Michael Marchart, 21. November
Österreichische Wertevermittlung

"Unsere Werte" in 8 Stunden! Da habe ich mich mein ganzes Leben bemüht, unsere Werte in den Griff zu kriegen. Ob es wohl diesen Kurs auch für Inländer gibt?

Franz Kumpfmüller,
1020 Wien

Zur Kolumne von Isolde Charim, 21. November
Krieg gegen die Menschlichkeit

Es ist definitiv ein Krieg, ein der Menschheit aufgezwungener Krieg.
Es ist ein Krieg gegen die Menschlichkeit, gegen die Aufklärung, gegen den Fortschritt, gegen alles, was diese Barbaren als nicht in ihr Weltbild passend betrachten.
Ein Krieg gegen die Toleranz, gegen die Vielfalt der Meinungen und Lebenseinstellungen. Ein Krieg gegen denjenigen, den sie angeblich am meisten verehren, obwohl sie vorgeben in seinem Namen zu handeln.
Es ist ein Krieg der Unvernunft und religiösen Verblendung und dagegen muss sich die Menschheit wehren.
Wir sind verpflichtet, uns gegen diese Barbarei zu wehren.

Thomas Richter,
per E-Mail