Grenzen der Menschlichkeit

Zeichen des Protestes gegen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015. - © Foto: apa/afp/Patrik Stollarz
Zeichen des Protestes gegen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015. - © Foto: apa/afp/Patrik Stollarz

Die Begriffe Menschlichkeit und Toleranz werden in der Flüchtlingskrise überstrapaziert, ohne die weitreichenden Konsequenzen zu bedenken. Häufig werden illegale Migranten als Schutzsuchende bezeichnet und Menschen ohne Perspektive als Verfolgte charakterisiert. Gerade die Genfer Flüchtlingskonvention verlangt eine klare Unterscheidung.

Politik ist die Kunst des Machbaren im Sinne des Volkswillens. In der Politik, bei Gericht, im Berufsleben gibt es Grenzen der Menschlichkeit, häufig stehen Vernunft, Gleichbehandlung und Gerechtigkeit im Widerspruch zur Menschlichkeit. Es ist dann Sache der Verantwortlichen im Sinne von Vorgaben oder Gesetzen angemessen zu entscheiden. Ich erwarte daher in der Flüchtlingspolitik vernünftige Entscheidungen der Regierung, bei denen nicht das Gefühl dominiert, sondern der Verstand.

Kurt Gärtner, 
4600 Wels

Zum Artikel von Michael
Schmölzer, 9. Jänner


Wer organisierte die Übergriffe?

Angesicht der Übergriffe der Silvesternacht muss man sich die Frage stellen, wer hinter dieser Aktion steckt. Haben sich die tausend Migranten rein zufällig am Kölner Hauptbahnhof getroffen oder handelt es sich nicht doch um eine organisierte Aktion?

Wenn ja, wer hat das alles ins Rollen gebracht und vor allem wozu? Sicher nicht, um wehrlose Frauen zu begrapschen und ihnen die Mobiltelefone zu stehlen. Es treffen sich keine tausend Menschen irgendwo zufällig und überfallen Wehrlose, das alles ergibt für mich keinen Sinn. Wem nützt also diese Aktion?

Als Erstes natürlich den Rechten, die sich in ihren Ressentiments bestätigt fühlen müssen. Doch den Rechten wird es nicht leicht fallen, tausend Migranten zu ihren Gunsten einzuspannen. Ein weiterer Nutznießer dieser Aktion wäre der radikale Islam, der durch diese Aktion den Rechten in die Hände spielt und somit den Druck der Gesellschaft auf die islamische Minderheit erhöht, um sich so ein größeres Sammelbecken zur Rekrutierung gewaltbereiter Islamisten zu schaffen.

Auf diese Aktion muss auf alle Fälle besonnen reagiert werden, denn der Daesh dürfte versuchen, mit allen Mitteln seinen Einfluss in Europa zu vergrößern.

Thomas Richter, 
per E-Mail


Gewalt ist nicht tolerierbar


Gewalt gegen Frauen ist nicht tolerierbar, egal von welcher Seite, egal von welcher Ethnie. Und es muss gegen alle, von denen Gewalt gegen Frauen ausgeht, vorgegangen werden, ungachtet ihrer Herkunft und ihrer Religionszugehörigkeit. In jedem Fall muss in den Medien alles beim Namen benannt werden.

Ernst Huber, 
per E-Mail