Zum Artikel vom 23. Februar

Barack Obama und Wladimir Putin vereinbaren Feuerpause

Es entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, dass in Syrien, auf fremdem Territorium, von zwei fremden Mächten ein militärisch ausgetragener Konflikt stattfindet, sodass über einen Waffenstillstand dort nur diese beiden fremden Mächte befinden statt der Regierung des Landes. Und weder die Internationale Gemeinschaft noch ihr oberstes Gremium, der UN-Sicherheitsrat, machen auch nur einen Mucks. Wie verkommen sind die westliche Politikkultur und ihre Protagonisten?

Arthur H. Lambauer,

per E-Mail

Präsident Putin ist ein geschickter Taktiker

Wenn es funktioniert, dann ist Wladimir Putin wieder einmal der "große Macher", denn nach Jahren des Krieges und dann nach Eingreifen Russlands hätte er es geschafft, innerhalb von Wochen das zu erreichen, was die anderen in Jahren nicht geschafft haben: einen (partiellen) Waffenstillstand in Syrien. Man muss Putin nicht lieben, um zu sehen, dass er ein sehr geschickter Taktiker ist, und dass Europa, das ja immer mehr Handlungsinkompetenz beweist, dem nicht wirklich etwas entgegenzustellen hat - besonders keine "kompetenten" Politiker.

Wolfgang Wanz,

per E-Mail

Fehlende Kontrolle von Pflichtschulen

Ich habe zu einer islamischen Pflichtschule einen losen ehrenamtlichen Beratungskontakt. Die Schulleitung beklagt, dass es trotz laufender Bitten um einen Besuch Jahre gedauert hat, bis der Pflichtschulinspektor diesem Anliegen nachgekommen ist. Er hat dafür einen "Tag der offenen Tür" gewählt. Es ist bekannt, dass man zu diesen Anlässen viel sieht, hört, schmeckt und erfährt, aber vom Wichtigsten nichts mitbekommt - vom Schulalltag und vom Unterricht! Wie kommt es zu solchen Unglaublichkeiten?

Österreichs Schulen verfügen per Bundesverfassung über keine weisungsfreie Kontrolle. Der Staat "kontrolliert" seine eigenen Schulen. Das Interesse des Staates, dass staatliche Aufsichtsorgane Mängel an staatlichen Einrichtungen aufzeigen, scheint in Bezug auf die Schulen sehr begrenzt zu sein. Diese Mängel sind Symptome des Teilversagens unseres unzeitgemäßen, aus dem Ruder laufenden gesamtstaatlichen Systems!

Prof. Ernst Smole,

1080 Wien

Zum Artikel von Marina Delcheva, 23. Februar

Ohne Schengen-Abkommen gibt es ein wirtschaftliches Problem

Wenn das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt wird, hat der gesamte europäische Binnenmarkt ein wirtschaftliches Problem. Der internationale Handel würde erheblich darunter leiden, dass es wieder Grenzkontrollen gibt, und es würde vor allem eine Menge Geld kosten, nicht nur die Grenzhäuser wieder zu öffnen, nein, diese müssten auch auf den neuesten Stand gebracht und vollkommen renoviert werden. Ich sehe da zwar keine Probleme, aber es kostet sehr viel Geld.

Markus Neuner,

per E-Mail