Zum Artikel von Simon Rosner, 22. März

Widmungsgemäße Verwendung von Spendengeldern

Ich erkläre fest und feierlich, dass meine Spenden an NGOs nicht als Spenden für das Innenministerium, das Finanzministerium oder irgendein anderes Ministerium vorgesehen waren und sind. Für diese staatlichen Einrichtungen zahle ich Steuern und keine Spenden. Ich fordere eine widmungsgemäße Verwendung im Sinne der Hilfsorganisationen. Ansonsten will ich das Geld zurück.

Bei der Heta-Abwicklung hat auch der Finanzminister versagt. Die Friss-oder-stirb-Lösung hat nichts gebracht, da hätte es intensiver Gespräche mit den Gläubigern bedurft. Jetzt will er sich an Spendengeldern bereichern. So geht es nicht.

Peter Jürß,

1160 Wien

Spenden nur einmal fördern

Die Argumentation des Ministeriums ist durchaus stichhaltig und auch im Sinne des österreichischen Steuerzahlers. Durch die steuerliche Abzugsfähigkeit der Spende ist sie bereits einmal bis zu 50 Prozent vom Staat selbst gezahlt worden. Und jetzt wollen die NGOs über staatliche Subventionen noch einmal den vollen Betrag kassieren? Das fände ich höchst ungerecht. Hier scheint mir eine unangebrachte Gier zu bestehen.

Wenn dieses Beispiel Schule macht, so ist bei unserer katastrophalen Budgetsituation zu befürchten, dass die steuerliche Spendenbegünstigung wieder gestrichen wird.

Martha Sochor,

per E-Mail

Keine vorausschauende EU-Flüchtlingspolitik

Jetzt mehren sich wieder die kritischen Kommentare über den Deal der EU mit der Türkei. Natürlich ist das Abkommen keine Superlösung, aber im Moment war eigentlich als "Notbremse" nichts anderes drinnen!

Allerdings: Ob es eine Notbremse ist, muss erst in der Praxis bewiesen werden. Das Dilemma der EU besteht darin, dass man bei allen sogenannten Gipfeln immer erst dann ein Thema behandelt wird, wenn bereits seit geraumer Zeit Feuer am Dach ist. Die Migration in Richtung Europa hätte man schon vor Jahren, spätestens zur Zeit der Lampedusa-Problematik, lösen müssen!

Aber es werden eben alle gravierenden Themen erst behandelt, wenn es bereits brennt. Und dann gibt es natürlich nur noch unbefriedigende Kompromisse, wie etwa den Türkei-Deal.

Aber handeln die 28 Staats- und Regierungschefs in den eigenen Ländern eigentlich anders? Leider nicht - weshalb sie es dann auf EU-Ebene auch nicht beherrschen.

Günter Braun,

1020 Wien

Zum Artikel von Muhamed Beganovic, 23. März

Wanderungen zu Wiens Wildkräutern

Ich bin begeistert und würde am liebsten sofort mit Frau Bernardon loswandern! Danke für diesen tollen Artikel.

Anita Obersteiner,

per E-Mail