Zum Leitartikel von Walter Hämmerle, 25. März

Falsche Ängste steigern Risiken

Danke für den sehr interessanten Beitrag. Bezüglich Risiko: Es fehlt in unserer Gesellschaft eben an Risikokompetenz, tatsächliche Risiken richtig zu beurteilen.

Ihr Beitrag erinnert mich an eine Untersuchung von Gerd Gigerenzer (2007) in den USA nach dem 11. September 2001. Hier stiegen viele Menschen vom Flugzeug auf das Auto um. Infolgedessen stiegen auch die tödlichen Verkehrsunfälle im Straßenverkehr an. Dieser Anstieg übertraf dabei deutlich die Opferzahlen des Terroranschlags vom 11. September! Tja, "gefühlte" Risiken sind eben nicht die tatsächlichen.

Stephan Pidner,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 24. März

Islamische Community und Gefahr von Radikalisierung

Blauäugig wird von allen Seiten beteuert, dass zwischen der Massenmigration und dem Terror kein wie immer gearteter Zusammenhang bestehe und die zeitlichen Parallelen rein zufälliger Natur seien. Es gibt zwar keinen Generalverdacht, und die überwältigende Mehrheit der Menschen hat damit nichts zu tun, aber die Wahrscheinlichkeit entsprechender Aktivitäten nimmt zu, je mehr muslimische Migranten ins Land kommen. Je größer die islamische Community, umso größer wird die Gefahr von Radikalisierung.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zur Glosse von Severin Groebner, 19. März

Satire gegen die Angst

Seit langem lese ich die Kolumne in der "Wiener Zeitung", gerade eben die "Wertegemeinschaft" - und ich kann nur sagen: Bitte unbedingt weiter so! Ich kann es gar nicht scharf genug gegen die offizielle Politik und Haltung von Angst vor der eigenen Angst habenden Menschen haben. Wünsche weiterhin viel Biss(igkeit), damit mir das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt.

Christa Muhr,

1060 Wien

Zur Buchrezension von Klaus Huhold, 23. März

Problematik der Entwicklungshilfe

Kürzlich erschien eine erweiterte Buchbesprechung über die "Selbstgerechten". Da erinnerte ich mich an ein Buch, das ich schon vor Jahrzehnten gelesen hatte: Brigitte Erlers "Tödliche Hilfe", welches das gleiche Thema behandelte.

Die "Tödliche Hilfe" erschien 1985, ich las sie 1991. Die Autorin schilderte ihre Erfahrungen auf einer Dienst- oder Orientierungsreise und kam zu dem Schluss, dass Entwicklungshilfe, jedenfalls in der damaligen Form, mehr Schlechtes als Gutes bewirke und besser unterbleiben solle. Also hat sich seit drei Jahrzehnten nichts geändert - und vorher war es womöglich noch schlechter. Andererseits: Geschehen muss etwas - sogar sehr viel.

Dipl.-Ing. Ewald Pangratz,

1130 Wien