Die Ernsthaftigkeit der Bundespräsidentenwahl

Wir sollten uns bewusst sein, wie wertvoll unser demokratisches Wahlrecht ist. Vergegenwärtigen wir uns doch die Situation in vielen Ländern dieser Erde, wo es das nicht gibt.

Und hier stelle ich in den Medien, vor allem dem ORF große Defizite fest: Es ist eine Verpflichtung der Medien, die Bürger auf die Bedeutung jeder Wahl, auch der des Bundespräsidenten, hinzuweisen und ernsthaft (nicht nur quotengeil) zu informieren. Wir haben diesmal die seltene Chance, zwischen einer Kandidatin und fünf Kandidaten zu wählen. Ohne Angst vor Wahlbeeinflussung sollten die Medien aber auch immer wieder darauf hinweisen, dass eine Kandidatur zwecks Shopping-Center-Reklame wohl nicht dem ernsthaften Charakter einer demokratischen Wahl entspricht. Auch die ständige Nennung eines "unabhängigen" Kandidaten beim Ex-Chef einer politischen Partei sollte der Objektivität weichen. Es gibt nämlich nur eine echt unabhängige Kandidatur, die der Dr. Irmgard Griss.

Grundsätzlich sind fünf der sechs Kandidaten für das Amt geeignet und qualifiziert und es lohnt sich jedenfalls, vom demokratischen Wahlrecht "ernsthaft" Gebrauch zu machen.

Günter Braun,

1020 Wien

Gutachten ermöglicht Flüchtlingsobergrenzen

Jetzt sagen es auch die offiziellen Gutachten: Wer schon in einem sicheren Drittland ist, hat keinen Anspruch auf Aufnahme in Österreich. Und alle unsere Nachbarstaaten sind sichere Drittstaaten. Wir können daher an der Grenze alle abweisen.

Was soll der von den Gutachtern geäußerte Vorbehalt: Ein Nachbarstaat (gedacht ist an Ungarn) könnte seine Vorgangsweise ändern und wäre dann kein sicherer Drittstaat mehr. Und wir müssten dann dessen Pflichtverletzung überkompensieren und an seiner Stelle die von dort kommenden Migranten doch aufnehmen? Ja! Nanu! Dann wäre wohl dessen Verhalten rechtswidrig und von EU und Europäischem Gerichtshof zu prüfen und erst in zweiter Linie unser Verhalten, wenn wir unsere Handlungsweise beibehalten (was wir tun sollten)! Es geht nicht, immer und immer von Österreich ein überspanntes Wohlverhalten zu verlangen, während anderen alle Regelwidrigkeiten nachgesehen werden. Wir Österreicher wollen uns künftig eine solche Ungleichbehandlung nicht mehr gefallen lassen!

Dr. Peter Lang,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 30. März

Zum Umgang mit Flüchtlingen

Die Frage ist, wann hier überhaupt jemals eine Grenze erreicht sein wird. Ich glaube, dass man überhaupt mit den Flüchtlingen anders umgehen muss. Menschlicher halt.

Markus Neuner,

per E-Mail

Zum Artikel von Thomas Seifert, 2. April

Interview zum UN-Report zur menschlichen Entwicklung

Danke für diese Doppelseite, die Vorstellung der Person Selim Jahan. Gerade jetzt scheint mir besonders wichtig, was er zu Migration sagt. Das gehört allen Ministern und Parlamentsabgeordneten in die Hand gedrückt.

Karl Helmreich,

2552 Hirtenberg