Zum Gastkommentar von Julia Herr, 10. Mai

Neuausrichtung der SPÖ

Ich bin selbst Angestellter und habe vor langer Zeit aufgehört, die SPÖ zu wählen. Ich bin nicht reich, aber ich verdiene ein klein wenig mehr, als ich ausgeben muss. Auch mir ist der soziale Friede wichtig, aber der geht mir Dank einer SPÖ eher verloren, als dass er aufblüht.

Ich habe von meiner Mutter eine Eigentumswohnung geerbt, und diese werde ich dank der Politik der SPÖ auch für meine Kinder aufheben und nicht vermieten. Strenges Mietrecht und Mietzinsbegrenzung, wenn ich das schon höre. 60 Prozent des Wiener Wohnraums sind vom Steuerzahler gefördert, und anstatt dass man sich ansieht, ob wirklich jeder, der mit 18 Jahren eine Gemeindebauwohnung bekommen hat, mit 40 noch eine geförderte Miete braucht, und diese anpasst, geht man auf die ach so bösen privaten Vermieter los. Der Erhalt einer Eigentumswohnung kostet (das Loswerden eines unliebsamen Mieters in Österreich leider auch).

Jochen Mars,

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Zum Gastkommentar von Paul Schmidt, 11. Mai

Die EU ist das, was man aus ihr macht

Dazu bedürfte es allerdings einer konsequenteren Nutzungsmöglichkeit der bestehenden Spielräume. Möglichkeiten gäbe es angeblich genug, nur werden sie , was die Europa-2020-Ziele betrifft, zu wenig entschlossen verfolgt.

Wenn es darum geht, Sozial- und Präventionsprogramme als wachstumsfördernd oder vorteilhaft für künftige Generationen einzustufen, wird kurzfristigen und kurzsichtigen Lösungen doch eher Vorrang gegeben.

Ilse Kleinschuster,

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Zum Artikel von Martyna Czarnowska, 6. Mai

Plan B statt Deal mit der Türkei

Ich frage mich schon seit Beginn der Massenflucht, warum eigentlich kein europäischer Politiker auf die Idee kommt, die Flüchtlinge für das Aufnahmeverfahren auf griechischen Inseln unterzubringen.

In der Ägäis gibt es mehr als 3000 Inseln, von denen nur 113 dauerhaft bewohnt sind! Für das finanziell ausgeblutete Griechenland wäre es eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wenn die nord- und zentraleuropäischen Länder für die Infrastruktur Sorge tragen, könnten rasch die notwendigen Quartiere errichtet werden. Die Asylbewerber könnten beim weiteren Aufbau bereits mit Hand anlegen und so produktiv gegen ihre (verständliche) Langeweile wirken. Eine gemeinsame EU-Polizei und Küstenwache könnte die Kontrolle übernehmen und die Aufnahmeverfahren erledigen. Das Ganze ist nur eine Frage der Organisation und des Wollens.

Herbert Fritz,

3464 Pettendorf

Keine Visafreiheit für die Türkei

Wenn die EU und ihre Mitgliedstaaten der Türkei Visafreiheit gewähren, ohne dafür zur Bedingung zu machen, dass diese die UNCLOS ratifiziert, verspielen sie einen politischen Trumpf, ohne dafür Punkte zu sammeln, während die Türkei sich einmal mehr die Rosinen herauspicken kann.

Arthur H. Lambauer,

per E-Mail