Zum Artikel von Alexander Maurer, 3. August

Benutzerfreundliche Verkehrsmittel

Ich fordere endlich die Abschaffung der uralten Straßenbahnen, die es Rollstuhlbesitzern und Müttern mit Kinderwagen unmöglich machen, einzusteigen. Es ist unzumutbar, auf einen ebenen Zug bis zu 20 Minuten warten zu müssen!

Erika Schultheiss,

per E-Mail

Zum Artikel von Yvonne Brandstetter, 2. August

Unabhängigkeit Kataloniens

Sie schreiben, dass die linksradikale CUP Teil der regierenden Koalition "Junts pel Sí" wäre. Diese besteht jedoch aus der liberalen PDC und der sozialdemokratischen ERC.

Präsident Carles Puigdemont hat "Spanien" nicht als Kloake bezeichnet, sondern den "spanischen Staat" angesichts grassierender Korruption und antikatalanischer Politik mit einer Metapher kritisiert. Weiters beschloss das katalanische Parlament keine "einseitige Abspaltung" von Spanien. Es stellte lediglich fest, dass diese derzeit der einzig mögliche Weg in die Unabhängigkeit sei. Ob Katalonien dadurch sofort aus dem EU-Binnenmarkt ausscheiden würde, ist umstritten.

Das eigentliche Problem Kataloniens mit dem spanischen Staat blieb unerwähnt: Es geht nicht um Nationalstaatlichkeit im zerstörerischen Sinn des 19. Jahrhunderts, sondern um das Recht der Katalanen auf ein "normales" Leben in einem Staat, der ihre Sprache und Kultur vollständig anerkennt (immerhin sprechen 20 Prozent der spanischen Staatsbürger Katalanisch) und in dem es eine faire Staatsfinanzierung gibt.

Adam Casals,
Delegierter der Regierung Kataloniens in Österreich

Zum Gastkommentar von Christian Ortner, 29. Juli

Kein freier Markt für alle Kunden

Christian Ortner ist für eine Bankomatgebühr, denn der Markt soll das regeln. Die Kunden sollen halt die Bank oder den Bankomat wechseln, wenn ihnen die Gebühr nicht passt.

So was funktioniert, wenn es einen Markt gibt. Wenn der Redakteur, dem die hohen Weinpreise bei seinem noblen Italiener in der Innenstadt zu hoch sind, ins gegenüberliegende Lokal mit dem billigeren Wein wechselt, dann geht das. Da funktioniert der Markt.

Wenn jedoch die Pensionistin oder die junge Mutter mit kleinem Kind 30 Euro abheben will und ihr die 1,95 Euro Bankomatgebühr zu viel sind, hat sie einen erheblichen Mehraufwand (Wegzeit, Fahrzeit plus Kosten für Verkehrsmittel), um zu einem anderem Bankomaten mit günstigerem Angebot sprich gebührenfrei zu Geld zu kommen. Und am Land? Da müssen sie in die Nachbarortschaft fahren, um zu einem anderen Bankomaten zu kommen.

Der Bankomatbetreiber ist also im relevanten Markt ein Monopolist. Wettbewerbspolitisch motivierte Eingriffe sind daher nicht von der Hand zu weisen und legitim. Und wenn man von Wirtschaft redet, dann sollte man nicht nur die Gastwirtschaft im Hinterkopf haben.

Dr. Harald Glatz,

Konsumentensprecher des Pensionistenverbandes Österreich

Strafbarkeit von Hasspostings

Gesetze gegen Drohungen, Gewaltaufrufe, Beleidigungen gibt es ja bereits. Gut so. Will man aber nun auch Meinungen gesetzlich regeln? Wer am Schluss die Deutungshoheit über den Begriff "Hass" hat, der hat damit auch die Möglichkeit, die politische Meinung des anderen gesetzlich zu bekämpfen. Gesetze gegen Wörter sind damit auch Gesetze gegen Meinungen und immer mit dem Beigeschmack der Zensur behaftet.

Den Hass gesetzlich "verbieten" zu wollen, ist genauso absurd wie die Liebe gesetzlich zu verordnen. Es ist vielleicht nun an der Zeit, mehr über die Wurzeln des Hasses nachzudenken, anstatt dessen Symptome zu bekämpfen.

Mag. Stephan Fischer,

per E-Mail

Zum Artikel vom 4. August

Krankenkassen und Wahlärzte

Nicht nur, dass man mit den wesentlich höheren Honorarkosten in Vorlage gehen muss, die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (NÖGKK) überweist den Kassenanteil mit monatelanger Verzögerung. Als Kassenpatient bezahlt man also doppelt. Es stellt sich auch die Frage, wieso haben viele Wahlärzte sehr wohl einen Vertrag mit der Beamtenkrankenkasse? Auch hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Jürgen Haas,

per E-Mail

Zum Kommentar von Christoph Irrgeher, 3. August

Keine alten Filme mehr auf ORFeins

Danke vielmals für Ihren Kommentar! Ganz ausgezeichnet und treffend! Das ist einer der Gründe, warum ich ORFeins seit langer Zeit überhaupt nicht anschaue. Ob sich das nach der Wahl im ORF ändern wird?

Christina Vossoughi,

per E-Mail