Woran krankt der Kindergarten?

Warum sind der Republik Österreich ihre Kleinkinder so wenig wert?

Geradezu widerwärtig und unpädagogisch ist im Bildungskompass die geplante "Filetierung" der Kindergartenarbeit in einzelne Kompetenzen. So wie das so bedeutende gemeinsame, das "soziale Lernen", das als durchgehendes Unterrichtsprinzip Kennzeichen aller qualitätsorientierten Schulen ist, mittlerweile zum isolierten Spezialfach pervertiert wurde, so wird es im Kindergarten heißen: "Heute lernen wir, Verantwortung zu tragen, nächste Woche üben wir, Schwierigkeiten zu meistern".

Dort, wo Frühpädagogen in zeitgemäßen Betreuungsverhältnissen werken, entsteht heute bereits umfassender Nutzen für die Kinder - ohne dass filetiert, kompetenzgehubert, bürokratisiert, evaluiert und portfolioniert wird.

Entscheidend ist, dass Österreich endlich zu einer "finanztätigen" Wertschätzung unserer Jüngsten gelangt und das "historisch gewachsene", urzeitliche Betreuungsverhältnis durch ein zeitgemäßes ersetzt! Gelingt dies nicht, so gibt es für das Konzept des Bildungskompasses wohl nur eine einzige geeignete Destination: den Reißwolf!

Prof. Ernst Smole,

1080 Wien

Zum Leitartikel von Walter Hämmerle, 9. August

Umbruch in der Medienbranche

Der Beitrag ist gut! Jedoch ergänzend noch: "Die etablierten Medien machen keinen Kanzler ..." - mehr! Aber auch keinen Bundespräsidenten - mehr! Das liegt aber weniger an der Konkurrenz im "Netz", sondern an der mittlerweile für fast jeden schon ersichtlichen "Färbung" der "unabhängigen" Journalisten. So werden im ORF manche interviewt und manche eben "verhört". Und das 20 Jahre nach dem Mauerfall. Eigentlich eine erstaunliche Leistung.

Mag. Stephan Fischer,

per E-Mail

Zum Artikel von Michael Schmölzer, 6. August

Verhandlungen EU mit der Türkei

Seit geraumer Zeit wissen die Türkei und die EU, dass der Beitritt in der (schein)verhandelten Form nicht realisierbar ist. Analytisch denkende Zeitgenossen fragen sich daher auch schon länger, warum dieses Spiel ganz öffentlich so abläuft, wie es eben
abläuft.

Doch bei näherem Hinschauen wird schon klar, warum die EU die Scheinverhandlungen mit
der Türkei weiter betreiben will. Das Prinzip "Hoffnung" hat sich doch als Verkaufshilfe für die deutsche beziehungsweise europäische Rüstungsindustrie bewährt. Heuchelei nennt man das mit klarem Verstand, für die EU und Deutschland ist die österreichische Aufrichtigkeit so etwas wie "Geschäftsstörung".

Dr. Bernd Gallob,

per E-Mail

Konflikt der Türkei mit Österreich

Ich bin stolz auf meine südlichen Nachbarn. Angela Merkel kann jetzt viel lernen in Wien. Kuschelkurs war gestern. Die täglichen Unverschämtheiten aus der Türkei sind unerträglich. Wenn die Kanzlerin sich nicht traut, mit der Faust auf den Tisch zu hauen, um Österreich beizustehen, sollte sie zurücktreten.

Jörg Ziegler,

per E-Mail