Familienfeindliches Steuersystem

Schon das Steuersystem zeigt uns, dass die individuale Entfaltung des Menschen wichtiger sei als die Familie. Geht es um die Bezahlung der Einkommensteuer, dann gilt in Österreich die Individualbesteuerung der Person. Bei Stipendien, Zuschüssen, Förderungen, Ausgleichszahlungen, Kirchensteuer wird jedoch das Familieneinkommen als Grundlage herangezogen. Für mich ein Widerspruch, weil diese geübte Praxis inkonsequent ist und zu Ungerechtigkeiten führt.

Die Individualversteuerung gilt als modern, da bestimmte politische Gruppierungen die Familie nicht fördern wollen. Sie ist auch eine geschlechtspolitische Maßnahme, um Mütter möglichst früh zur erwerbsmäßigen Arbeit zu bringen, der Ausweg ist häufig die Teilzeitbeschäftigung. Im Gegensatz dazu geht man bei der Familienbesteuerung davon aus, dass es einen gemeinsamen Haushalt gibt und die allgemeinen Ausgaben gemeinschaftlich getätigt werden. Die Ehe ist eine Gütergemeinschaft, wenn im Steuerrecht eine Gütertrennung erfolgt, dann entsteht eine massive Diskrepanz. Das Team Familie ist bei der Hausarbeit erwünscht, aber nicht bei finanziellen Angelegenheiten.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Zum Artikel von Marina Delcheva, 11. August

Steuersätze in Österreich zu hoch

Der Redaktion Danke für den Artikel. Das Phänomen, dass Steuer legal vermieden wird, ist ein Thema, das lange brennt. Die Entwicklung legaler Konstruktionen ist aufwendig und kostenintensiv, sodass sie sich "für die Kleinen" nicht rechnet, für "große Steuerzahler" hingegen schon. Ein Grund liegt in der Höhe der Steuern begründet, die in Österreich schlicht zu hoch sind. Freiheit ist ein Wert, der gegen hohe Steuern und implizierte Knechtschaft verteidigt werden soll. Reduktion der Staatsschuld und der Staatsquote, Reduktion der Steuersätze, Schulden- und Steuerbremse kombiniert, deren Änderungen an direktdemokratische Abstimmungen gebunden sind, wären passendere Forderungen, um freier und wettbewerbsfähiger zu werden.

Alexander Simon,

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Zum Gastkommentar von Christian Ortner, 5. August

Buch mit Islamkritik soll nicht erscheinen

Sehr guter Artikel. Man sollte aber nicht vergessen, dass die meisten in Europa (inklusive Frankreich) lebenden Muslime diesen Faschismus ebenso stark fürchten wie Nicht-Muslime.

John Borstlap,

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Wirtschaft nordafrikanischer Staaten massiv unterstützen

Es muss schleunigst ein Programm entwickelt werden, um die nordafrikanischen Staaten auf die Beine zu stellen. Die Wirtschaft dieser Länder muss massiv unterstützt und mit fairen Handelsverträgen an die EU gebunden werden. Vom politischen System her sollten diese zukünftigen Partner ihr eigenes Modell ohne Einmischung Brüssels entwickeln können. Diese Region muss so stark gemacht werden, dass ihr Wachstum dem gesamten afrikanischen Kontinent wirtschaftliche Impulse verleiht und ein Überleben in den afrikanischen Staaten keinem Lotteriespiel mehr gleichkommt. Nur dann werden wir auch in Zukunft vor einer Bewegung der Völker Richtung Norden geschützt sein.

Thomas Richter,

per E-Mail