Zum Artikel von Julia Mathe und Matthias Punz, 10. September

Kein Mensch kann ohne Lügen leben

Mit einer Ausnahme las ich mit großem Interesse das interessante Gespräch mit dem US-Verhaltensökonomen John List. Diese Ausnahme betraf seine wissenschaftlich unbewiesene Behauptung, dass "Lügen gedanklichen Kosten" verursachen. Das stimmt nicht, da kein Mensch ohne Lügen leben kann; wir müssen nur darauf achten, dass wir mit unserer Lüge die "moralische Grenze" (bewusste Schädigungsabsicht) nicht überschreiten. Ich würde auch List nicht empfehlen, seinen jeweiligen Gesprächspartnern immer nur die "Wahrheit" zu sagen. Nach kürzester Zeit wäre er der nächste Robinson.

Prof. Dr. Peter Stiegnitz,

1070 Wien

Zum Gastkommentar von Heinz Kienzl, 7. September

Kritik am Umgang mit der Flüchtlingswelle

Erfreulich, dass jemand außerhalb des rechten Lagers feststellt, dass wegen der geänderten Umstände alte völkerrechtliche Grundsätze im Flüchtlingswesen nicht mehr anwendbar sind. Ebenso stimme ich der Kritik an der undifferenzierten Willkommenskultur voll zu.

Dr. Günter Frühwirth,

per E-Mail