Schulautonomie der Mangelverwaltung

Zuerst wird den Schulen jahrelang das mühsame Erarbeiten eigener Profile abverlangt, danach werden über das gesamte Schulwesen Kompetenzen, Bildungsstandards und einheitliche Zentralmatura gestülpt und zuletzt stürzt man es entmündigt mit einem Einheitslehrer in die Inklusion, ausgestattet mit einer verclusterten Autonomie der Mangelverwaltung! Scheibchenweiser Bildungsabbau, unter dem Motto: "Es is jo eh ois gleich!"

Um europäisches Mittelmaß zu erreichen, fehlen Österreichs Bildungsbudget mittlerweile jährlich 2.000.000.000 (zwei Milliarden!) Euro, was mit infamen Unterstellungen vertuscht wird. Es geht ja nur um unsere Jugend. Verrückt, oder?

Mag. Christian Höfner,

4813 Altmünster

Zum Gastkommentar von Heinz Kienzl, 25. Oktober

Europas Versöhnung als Vorbild für Syrien

Ein beklemmendes Bild, das uns Dr. Heinz Kienzl von der Situation in Syrien zeichnet. Für den Beobachter scheint alles ausweglos. Aber Europa darf die Hoffnung nicht aufgeben: Vielmehr muss die Europäische Union, wie Kienzl betont, mit eigener gesammelter Kraft an dem bereits vor mehreren Monaten unterbreiteten "Plan für Syrien" weiterarbeiten. Seine Stunde wird kommen.

Haben wir nicht, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, mit Hilfe von außen, unsere Geschichte der Rache und Vergeltung mit Mut und Zuversicht hinter uns gelassen? So gesehen, ist jeder Nationalfeiertag auch ein europäischer Festtag!

Dr. Wolfgang Wolte,

Botschafter i.R.,

per E-Mail

Wahlplakate von Norbert Hofer

Als evangelische Christin bin ich mehr als irritiert über die Berufung auf das christliche Wertesystem durch den FPÖ-Wahlmanager Herbert Kickl. Gottes Hilfe missbräuchlich für das Wahlprogramm von Ing. Norbert Hofer einzusetzen, lehne ich ab.

Als Protestantin weiß ich die Befreiung der Kirche von weltlichen Rücksichtnahmen und ebenso des Staates vor kirchlichen Vormachtansprüchen zu schätzen. Der Zweck heiligt die Mittel, scheint die Maxime für die Ansage auf den Wahlplakaten von Norbert Hofer zu sein. Dieses alte Prinzip von Machtpolitik zur Erreichung politischer Ziele legitimiert aber keineswegs die Vereinnahmung Gottes zwecks Wahlstimmenmaximierung.

Wilma Kropf,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 25. Oktober

Stärkung der heimischen Wirtschaft

Im Abtausch von Flexibilisierung und sonstigen Forderungen sollte man endlich Löhne und Gehälter zahlen, die sich an der Produktivität orientieren, die Entwicklung wiedergeben und von denen man auch gut leben kann. Sonst gibt es in Österreich bald deutsche Zustände, wo man zwar Spitzenprodukte in alle Welt erfolgreich ausführt, die sich aber jene, die das produzieren, dank Lohnbremsen immer weniger leisten können.

Wenn die Kaufkraft zunimmt, wächst der Privatkonsum, der Wohlstand bleibt im Land und man macht sich international weniger angreifbar als maßlose Exportnationen.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien