Zum Artikel vom 11. November

Förderung für die Volksschule

Dass nach dieser Statistik lediglich 16,9 Prozent der Volksschüler einen Förderbedarf benötigen, verwundert, denn laut einer Studie des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (Bifie) erreichen knapp 40 Prozent der 10-Jährigen in zumindest einer der Grundkompetenzen - Lesen, Schreiben, Rechnen - nicht das Bildungsziel der Volksschule.

Diese erhebliche Diskrepanz müsste rasch geklärt werden. Auch sollte deutlich werden, dass "Förderung" primär "besserer Unterricht" bedeuten muss. Mehr als die Hälfte der Pflichtschullehrer gesteht ein, dass ihnen der heute so schwierig gewordene Unterricht misslingt.

Ceterum factum est: Nach allen vorliegenden Untersuchungen ist das "UnterrichtTUN jeder einzelnen Lehrperson vor der Klasse" zu 80 Prozent für das Gelingen von Schule verantwortlich. Lediglich "mehr Lehrpersonen, mehr Geld, mehr Unterrichtsstunden" verbessert am Gelingen von Schule so gut wie gar nichts!

Prof. Ernst Smole,

1080 Wien