Zum Artikel vom 17. November

Was ist eine Leitkultur?

Ich habe eigentlich gehofft, dass uns die unselige Debatte um die Leitkultur in Österreich erspart bleiben würde. Zu früh gefreut: Nun ist sie mit einiger Verspätung (wie die meisten ideologischen Importe aus Deutschland) auch bei uns gelandet.

Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die mit diesem Begriff nichts anfangen kann, und Reinhold Lopatka erklärt uns auch nicht, was darunter zu verstehen ist.

Brigitte Huber,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Reinhard Göweil, 16. November

Möglichkeiten der Europäischen Union

Grundsätzlich gibt es genau zwei strategische Optionen für die Europäische Union. Rückt man noch näher zusammen in Richtung Zentralismus, wird sie an dem scheitern, was jetzt schon in moderaterer Form für Kritik und Probleme sorgt.

Geht man auf Distanz, kommt man dem nationalstaatlichen Prinzip wieder näher und macht genau das, was Brüssel vom Auftrag her verhindern soll. Alle anderen Möglichkeiten bleiben Makulatur und gehen bestenfalls als Fußnoten oder Randnotizen in die Geschichte ein.

Wie man es auch dreht und wendet, die EU in der Maastricht-Lissabon-Variante bleibt eine contradictio in adjecto.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zum Artikel von Petra Tempfer, 16. November

Lernen für die Prüfung

Die Semestrierung in den BMHS, speziell in den HTL-Lehrplänen trägt bei aufbauendem Lehrstoff auch dazu bei, dass nur mehr für die eine Prüfung gelernt wird und der Stoff dann vergessen wird.

Der Aufbau auf bereits Gelerntem ist damit sehr aufwendig und schwierig. Das Bulimielernen wird dadurch unterstützt, dass nachher nichts mehr aus dem Stoff geprüft werden kann.

Dipl.-Ing. Michael Altenhuber,

per E-Mail

Zum Artikel vom 16. November

Harald Walser hat recht

Harald Walser weiß aus seiner langjährigen Praxis als Direktor einer AHS nur zu gut, wie unterschiedlich Volksschulen die Kinder vorbereiten. Man weiß, dass im Vierjahresrhythmus aus bestimmten Volksschulen von bestimmten Lehrpersonen besonders viele bestens vorgebildete oder erschreckend niedrig qualifizierte Schüler in die Gymnasien streben. Dass ein und dieselbe Leistung in Volksschulen mit Noten von 1 bis 4 beurteilt wird, ist schockierend, doch nicht überraschend. Bevor nun versucht wird, dieses katastrophale Faktum durch eine nebelwerfende Leistungsbeurteilung zu kaschieren, sollte darüber geforscht und nachgedacht werden, wie es denn zu diesen schülerschädigenden Praktiken gekommen ist.

Prof. Ernst Smole,

1080 Wien