Triggergefahr, Borderline & Co: Weitergehen auf eigenes Risiko

Natürlich, diese Art Kunst, new mediative art wie ich sie nenne, birgt, wie schlußendlich durchgeschimmert, die Triggergefahr. Sorry, I hätte sie doch schon früher explizit darauf hinweisen müssen. Weitergehen, entweder in den Atombunker in Albanien oder entlang der Grenze der Totenstille am Oxus in Afghanistan, ist jetzt natürlich rein Ihre Entscheidung.

Das noch als Entscheidungshilfe: Es ist eigentlich ganz einfach, es ist nicht anders als in der konventionellen Kunstausstellung: Man lässt sich darauf ein oder nicht. Das Risiko liegt bei einem selbst. Auch ganz so wie in der wirklichen Mediation: Man geht hin oder eben nicht. Die Teilnahme ist freiwillig.

Wer natürlich dafür bereit ist, erlebt. Sein eigenes Leben und das der anderen, sowohl im Licht der Geschichte als auch im dem der Gegenwart. Jetzt, wo plötzlich alle beide so eng beieinander stehen, ist D.I.E. Gelegenheit zu ihrer Versöhnung. Möchten wir das so stillschweigend zulassen, gerade hier in der Kunst? Lassen wir die beiden ruhig mal machen. Denn vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee. Wenn ich nicht irre, teilen sich beide, Geschichte und Gegenwart, mit uns allen immerhin die Zukunft.

new mediative art
oder Neue mediative Kunst beschreibt in diesem Artikel eine Form der (Aktions-)Kunst, welche zur Erlangung einer neuen Sichtweise seiner selbst und des Gegenübers navigiert. Wie im Prozess einer realen Mediation werden reale, angreifbare Inhalte aus Vergangenheit und Gegenwart eingesetzt, um im Idealfall eine Versöhnung zu erzielen. new mediative art lässt Besucher zu Augenzeugen werden und lässt sie folgend selbst entscheiden, wie weit sie diesen polarisierenden Raum der Kunst begehen wollen.

Information:
David Th Ausserhuber ist Akademischer Mediator und Traumaberater (SFU) Deutsch/Englisch/Persisch sowie trilingualer Pädagoge mit Beratungsfunktion. Er betreibt Mediationsforschung und greift relevante Ergebnisse und Erfahrungswerte aus 70 Ländern in Gastbeiträgen wie Kunstprojekten auf.