Zum Artikel von Matthias Bernold und Bernd Vasari, 29. April

Neue Straßen bedeuten langfristig mehr Verkehr

Danke an die "Wiener Zeitung", die als anscheinend einzige Tageszeitung unabhängig genug ist, das zu thematisieren. "Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten" - das kann man nicht oft genug betonen. Auch wenn es auf den ersten Blick für Laien schwer verständlich ist: Neue Straßen bedeuten eine kurzfristige Entlastung, danach aber mehr Verkehr als je zuvor!

Harald Jahn,

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Ein Straßentunnel - oder
200 Kilometer Schiene?

Allein der Umstand, dass mit der Summe, die der Lobau-Tunnel kostet, 200 Kilometer (!) Schiene gebaut werden könnten, gibt zu denken. Jeder Ausbau des Individualverkehrs - egal ob für E-Autos oder Benziner - ist ein massiver Rückschritt in Sachen Klima- und Umweltschutz. Von der Belastung der dort Wohnenden ganz zu schweigen. Die Zukunft kann nur in der Eindämmung des Straßenverkehrs zugunsten eines massiven Schienenangebots liegen, wodurch weitaus weniger Schaden durch Verbauung und Betrieb entsteht. Das Geld dafür ist offensichtlich da, aber die Verkehrs- sprich: Mobilitätspolitik ist offensichtlich in den Sechzigern steckengeblieben.

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Alexander Buschenreiter,

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Zum Gastkommentar von
Christian Ortner, 28. April

Zutreffende Kritik am Papst und am Bundespräsidenten

Mit großem Vergnügen habe ich den Artikel von Christian Ortner gelesen, der eine exzellente Analyse von Papst Franziskus und Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezüglich deren Haltung zum Islam darstellt. Ortner nennt die Dinge mit großem Wortwitz, aber ohne Beschönigung beim Namen. Wenn Papst Franziskus Flüchtlingslager als Konzentrationslager bezeichnet, dann ist das ein ausgesprochener Nonsens. In den KZ der Nazis wurden Menschen, insbesondere Juden, gedemütigt, gefoltert, vergast und in den Tod getrieben. Der Papst verharmlost das Leid der Opfer in den KZ, indem er vergleicht, was nicht zu vergleichen ist. Sein Relativismus steht in Widerspruch zu Papst Johannes XXIII., der die Singularität des jüdischen Martyriums in der NS-Zeit voll erkannte und dies offen aussprach.

Ortners Kritik an Van der Bellens diversen Äußerungen über Stigmatisierung der Kopftuchträgerinnen und Islamophobie ist in jeder Hinsicht zutreffend. Anscheinend ist auch dieser nicht über das Martyrium der von den Nazis verfolgten Juden informiert. Das Kopftuch ist kein Judenstern; es ist Ausdruck des politischen Islam, der Judenstern ein Symbol der Demütigung, Verfolgung und letztlich Vernichtung. Mit seinem Rekurs auf die Islamophobie stellt sich Van der Bellen auf die Position von Salafisten, Wahhabiten und sonstigen islamischen Fundamentalisten, die das Totschlagargument Islamophobie gegen jegliche Kritik und Hinterfragung religiöser Inhalte einsetzen.

Dr. Fritz Rubin-Bittmann,

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Zum Interview von
Thomas Seifert, 29. April

Schulmeisters Plädoyer für
eine neue Sozialpartnerschaft

Einer der besten Artikel zu diesem Thema. Stephan Schulmeister hat absolut recht. Warum greifen Politiker dies nicht auf?

Othmar Lackner,

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