Akten für den Untersuchungsausschuss zu den Eurofightern. - © apa/Georg Hochmuth
Akten für den Untersuchungsausschuss zu den Eurofightern. - © apa/Georg Hochmuth

Die vier Stufen der
Causa Eurofighter

1. Stufe: Die schwarz-blaue Regierung legt den Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 so aus, dass die Republik Österreich zur Verteidigung ihres Luftraumes 24 neue Abfangjäger kaufen muss. Das verheerende Hochwasser des Jahres 2003 brachte eine Reduzierung auf 18 Stück.

2. Stufe: Nach überzeugender Beratung durch EADS-Lobbyisten - auf die durch hochqualifizierte juristische und fliegerische Experten aus dem eigenen Haus konnte weitgehend verzichtet werden - hat die Regierung 18 moderne Eurofighter bestellt.

3. Stufe: Angetrieben von Wahlversprechen, verhandelte der Verteidigungsminister mit Vertretern des Verkäufers einen Vergleich.

4. Stufe: Der Verteidigungsminister schloss mit den Vertretern des Verkäufers einen Vergleich. Einerseits sollte der Kaufpreis reduziert werden, im Gegenzug wurden vom Verkäufer 15 Eurofighter der älteren Tranche, die nur eingeschränkt einsatzfähig sind, geliefert.

Verantwortungsvolle Kinder würden für ihren Vater umgehend die Bestellung eines Sachwalters beantragen, wenn er anfängt, ähnliche Verträge oder Vergleiche abzuschließen.

Gottfried Stögner,

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Afghanische Flüchtlinge wurden abgeschoben

Die Grüne Alev Korun hat das Innenministerium aufgefordert, die Abschiebungen nach Afghanistan zu beenden, weil dort nach Selbstmordbombenanschlägen in Kabul dutzende Menschen ums Leben gekommen sind. Es gibt aber im riesigen Afghanistan auch ruhige, ungefährliche Gegenden, in die man ohne weiteres abschieben kann. Mit dem Argument, es sei nicht mehr sicher, müsste man ja dann auch alle Flüchtlinge aus London absiedeln, da London wegen wiederholter Terroranschläge auch nicht mehr sicher ist.

Helwig Leibinger,

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Zum Gastkommentar von
Ingrid Thurner, 6. Juni

Die Terminologie
von Kultur und Gewalt

Die Kulturbegriffe der von Ingrid Thurner zitierten "einflussreichen Herren" mögen merkwürdig sein, aber der von ihr vorgestellte ist im selben Maße unvollständig.

Zu Recht weist sie darauf hin, dass es sich im Hinblick auf jedwedes menschliche Handeln um eine kulturelle Tat handelt. In diesem Sinne ist ein Terrorakt in gleicher Weise als Kulturhandlung anzusehen wie das Verfertigen einer Kaisersemmel oder ein stellvertretender Opfertod.

Als Ethnologin brauche ich Frau Thurner nicht erklären, dass Kultur im Sinne der eigentlichen Wortbedeutung einen Akt der Pflege und Vervollkommnung meint, der auch unterbleiben oder verfehlt werden kann. In diesem Bedeutungskontext von "Gewaltkulturen" zu reden, macht Sinn.

Erich Hamberger,

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Die diplomatische Krise
um das Emirat Katar

"Fake News" setzen sich gegen diplomatische Beziehungen und die eigene Geheimdienstarbeit durch - so, als wäre das Misstrauen so groß, dass bloß auf den zündenden Funken gewartet würde, dieses gerechtfertigt auszudrücken.

Alexander Simon,

per E-Mail