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Pressberger, 17. Juni

Australien war früher eigentlich österreichisch

Die Verwechslung von ,,Austria" (Ostland, Österreich) mit ,,Australia" (Südland) ist gar nicht so absurd, wie man meinen könnte.

,,Zeitweilig wurde auch die Benennung des fünften Kontinents, des schon lange vor der tatsächlichen Entdeckung in Karten und in der geographischen Literatur mehrfach genannten (meist auch mit der Antarktis in Verbindung gebrachten) Südlandes Australien mit der des Hauses Österreich kombiniert. So prägte der letzte große spanische Entdecker und Seefahrer Pedro Fernandez de Quiros, als er Merena, eine Insel der Neuen Hebriden, für das große Südland hielt, unter ausdrücklicher Berufung auf die Casa de Austria unter Einfügung eines ,i‘ den Namen ,Austrialia‘.

Der Südkontinent geriet dann aber in die Hand von Holländern und Engländern, für die es keinen Grund gab, ihren Besitz nach einer fremden, oft auch feindlichen Dynastie zu benennen. So wurde aus dem fünften Erdteil ,Neuholland‘ und später wieder Australien, ohne das ,österreichische‘ i, mit der nunmehr ausschließlich geographisch motivierten Bedeutung ,Südland‘."

(Erich Zöllner: Der Österreichbegriff. Formen und Wandlungen in der Geschichte. Wien: Verlag für Geschichte und Politik 1988, Seite 39)

Dr. Anton Karl Mally,

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Skepsis gegenüber
der Bildungsreform

Jetzt ist es doch gelungen, die Bildungsreform wird noch beschlossen. Meine Begeisterung, als gelernter Österreicher, hält sich in Grenzen. Seit Fred Sinowatz ist mir das Wort Schulreform im Ohr, die inzwischen feststellbaren Ergebnisse sind bekannt und bescheiden. Warum soll es jetzt besser werden? Statt Landesschulräten: Bildungsdirektionen - wohl ein Etikettenschwindel

Dass die Grünen die Verfassungsänderung mittragen, macht mich auch misstrauisch. Sie sind in erster Linie an sozialer Bildung und weniger an herkömmlicher Bildung und den grundlegenden Kulturtechniken interessiert.

Die Ganztagsschule im Probebetrieb wird sehr unterschiedliche Ergebnisse bringen - je nachdem, wer darüber berichtet. Ich warte da auf Pisa und den Rechnungshof, und das wird noch einige Zeit dauern.

Jürgen Jauch,
4040 Linz

Wie man Österreichs Probleme löst - ein ironischer Vorschlag

Schritt 1: Die Vertreter der Betroffenen sollten zu einer Konferenz geladen werden, jedoch mit angemessener Zeitvorgabe.

Schritt 2: Gibt es zum Termin kein Ergebnis: angemessene Verlängerung der Konferenz unter Vorsitz eines Konfliktmanagementteams aus der Friedensuniversität der Stadt Schlaining.

Schritt 3: Gibt es danach noch immer kein Ergebnis: Konferenzteilnehmer einmauern wie bei der Papstwahl, wiederum mit Zeitvorgabe.

Schritt 4: Gibt es auch dann nur Streit und keine gemeinsame Lösung: Nahrungsentzug. Täglich zehn Prozent.

Schritt 5: Am elften Tag entscheidet der Konferenzvorsitzende aufgrund des bis dahin entstandenen Fortschrittes. Das wird dann automatisch zum Gesetz. Aus. Ende. Basta.

D.I. Gerhard Jordis,

per E-Mail