Gerichte verlassen sich oft auf die Einschätzung fachkundiger Gutachter. - © apa/Erwin Scheriau
Gerichte verlassen sich oft auf die Einschätzung fachkundiger Gutachter. - © apa/Erwin Scheriau

Zum Artikel von Daniel Bischof, 15. Juli

Gerichtsgutachter und die Verantwortung der Richter

Gutachterwahl ist Glücksache, weil deren Prognosen Glücksache sind. Welcher verantwortungsbewusste Mensch soll auf der Basis einer Arbeit, für deren Erfolg niemand eine Haftung übernimmt, Entscheidungen treffen, die das Leben oder die physische und psychische Unversehrtheit weiterer Menschen massiv beeinträchtigen können?

Ein Straftäter hat allein durch die Tat seine Gefährlichkeit häufig außer Zweifel gestellt. Wer dessen zukünftige Ungefährlichkeit nicht sicher ausschließen kann, sollte besser "Russisches Roulette" an sich selber erproben, als auch nur mit geringer Wahrscheinlichkeit das "wenig wahrscheinliche" Unglück weiterer Opfer billigend in Kauf zu nehmen!

Linda Aichenkron,

per E-Mail

Gedanken zur Armut
in Österreich

Noch nie hat der Staat seinen Bürgern so viel Geld geschenkt. Und trotzdem reden wir von Armut. In unserem sozialistischen System beschenkt der Staat seine Bürger mit mehr Geld als jemals zuvor, und zwar mit so viel, dass deshalb ein riesiger Schuldenberg angehäuft wird. Die Ausgaben im Sozialsystem sind die höchsten.

Eine große Familie zu haben bedeutet, so viel Geld zu bekommen, wie ein mittlerer Angestellter verdienen würde. Das ist nicht selbstverständlich, aber bedanken würde sich keiner mehr dafür. Der Staat ermöglicht kostenlose Bildung, kostenlose Studien bis über das 20. Lebensjahr hinaus. Wenn wir krank sind, wenn wir keiner Arbeit nachgehen, aus welchem Grund auch immer, erwarten wir, vom Staat finanziert zu werden, und wenn es nicht ausreicht, nennen wir uns arm.

Man könnte sagen, Armut bedeutet, mit dem geschenkten Geld des Staates nicht mehr auszukommen. Wie ist es dazu gekommen? Weil wir uns als Singles verhalten, weil wir nicht mehr füreinander aufkommen? Weil wir zu wenig Verantwortung für uns selbst übernehmen und uns auf den Staat verlassen?

Vielleicht sollte sich der Staat in vielem zurückziehen und die Bürger - zumindest die gesunden, leistungsfähigen - auf ihre eigene Verantwortung zurückverweisen. Es könnte sein, dass dann mehr Geld für die wirklich Bedürftigen und Behinderten bliebe, die sich tatsächlich aus eigener Kraft nicht erhalten können.

Dr. Lucia Kautek,

1190 Wien

Ferry Maier engagiert
sich bei den Neos

Er war immer ein schwieriger Mensch. Erhard Busek voll ergeben, aber immer besonders ÖVP-kritisch. So auch sein Chef Busek, der zwar oft auf die ÖVP losgegangen ist, aber sich jedenfalls nicht in die Höhle der Gegner begeben hat. Es ist wirklich schade, dass dieser hochintelligente Mensch nun bei den Neos gelandet ist. Er ist jedenfalls viel besser als Irmgard Griss, die sich mit ihrer Unschlüssigkeit und Zauderhaftigkeit selbst disqualifiziert hat.

Mag. Franz Karl,

1130 Wien

Integration geht
vor Migration

Ich finde, Sebastian Kurz hat hinsichtlich der islamischen Kindergärten vollkommen recht. Es ist nicht einzusehen, dass neben unserer Leitkultur eine zweite aufgebaut wird. Und es ist nicht absehbar, dass sich diese Menschen in unsere Kultur einordnen werden wie seinerzeit die aus Böhmen zugewanderten Ziegelarbeiter, bei denen lediglich der Name geblieben ist.

Auch ist es keine Illusion, dass wir uns gegenüber Afrika abschotten müssen. Statt der Türkei fünf Milliarden Euro als sogenannte Annäherungshilfe nachzuschmeißen, wäre es viel sinnvoller, Lager in Tunesien, Marokko Ägypten und auch Libyen zu bauen, zu unterhalten und großzügige Entwicklungshilfe zu leisten.

Johann Sagmeister,
2340 Mödling