Zum Artikel von Daniel Rössler, 22. Juli

Die Kunst des Reisens ist
uns verloren gegangen

Danke für dieses kluge Essay über das Reisen als die Bildungserfahrung, leider eine Bildungserfahrung, die uns verloren gegangen ist. Vielleicht sollte man erwähnen, dass das Reisen nicht nur im curriculum vitae der intellektuellen Eliten, sondern auch der Handwerker eine große Rolle spielte, war es doch Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung, dass der Auszubildende ein Jahr lang die Welt bereist und sein Metier auch andernorts zu perfektionieren gelernt hatte.

Unsere grenzenlose Mobilität ist leider der Tod der Erfahrungsfähigkeit, die unverzichtbare Voraussetzung für die Reisekunst vergangener Zeiten wäre.

Dietmar Larcher,

1020 Wien

Verbindliche Kriterien für bürgerfreundliches Regieren

Wir Weltbürger müssen handeln. Wir brauchen eine "Weltbürgerbewegung für bürgerfreundliches Regieren", die international organisiert ist. Sie muss einen Kriterienkatalog aufstellen, der aussagt, bei Vorliegen welcher Merkmale eine Regierung bürgerfreundlich ist, und sie muss einen Bewertungskatalog mit Zensuren aufstellen, nach welchem jeder Regierungschef für seine Art zu regieren benotet wird. Außerdem ist eine Vereinheitlichung der Definition politischer Begriffe notwendig: etwa für Terror, Terroristen und Terrorismus.

Otfried Schrot,

D-30952 Ronnenberg