Die Pensionen werden
erhöht - und besteuert

Die jüngst vereinbarte Pensionserhöhung wird unterschiedlich bewertet. Einig ist man sich darin, dass Pensionen bis 2000 Euro um mehr als die Inflationsrate erhöht werden. Gerade das bezweifle ich stark. Der Betrag, der als Pensionserhöhung ausbezahlt wird, wird mit etwa 25 Prozent versteuert. Aus 2,2 Prozent brutto werden 1,65 Prozent netto, und nur den Nettobetrag kann der Pensionist ausgeben, die Differenz geht an den Staat zurück.

Gottfried Stögner,
4600 Thalheim bei Wels

Kleine Pensionen und
der Mindestlohn

Wenn 1500 Euro Minimumlohn eingeführt werden, wird es nicht nur eine Rekordarbeitslosigkeit geben, weil sich viele Firmen das nicht leisten können, es werden auch die Preise steigen. Wenn die kleineren Pensionen dann nicht auch entsprechend auf etwa 1500 Euro erhöht werden, sind die kleinen Pensionisten die Dummen. Die versprochenen 2 Prozent sind dann mehr als nur lächerlich.

Peter Stumvoll,

1160 Wien

Zum Artikel von Brigitte Pechar, 19. August

Das Wahlrecht am Zweitwohnsitz

Dass Zweitwohnsitzer in Niederösterreich quasi ein zusätzliches Wahlrecht haben, erinnert an das besitzbezogene Standeswahlrecht der Donaumonarchie. Wer also wohlhabend genug ist, um sich einen zweiten Wohnsitz zu leisten, darf in zwei Bundesländern politisch mitbestimmen. Alle anderen müssen sich mit dem simplen Wahlrecht begnügen. Das ist ein demokratiepolitischer Skandal!

Auch ich habe ein Wochenendhaus in Niederösterreich. Bei der fragwürdigen Überprüfung meiner "Wahlwürdigkeit" mache ich aber aus oben genannten Gründen nicht mit.

Dr. Heinz Högelsberger,

1190 Wien