Zum Artikel von Walter Hämmerle, 25./26. Oktober

Ein neues Modell für
unsere Identität

Walter Hämmerle beklagt den Mangel einer neuen verbindenden, großen Erzählung für Österreich seit dem EU-Beitritt. Ich halte große Erzählungen dagegen für eher problematisch. Aber wenn es schon eine verbindende Erzählung braucht, dann sollten wir nicht darauf warten, dass sie uns von wem ? erzählt wird, sondern die Bürger, einschließlich der Journalisten, selbst können sie formulieren.

Wie wäre es zum Beispiel damit: "Alle Menschen in Österreich und alle Funktionsträger, angefangen von den Bürgermeistern bis zum Bundeskanzler, arbeiten mit voller Kraft für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung unserer Welt vor menschenverursachter Zerstörung, zum eigenen Besten und als ,best practice‘ für andere Länder."

Eine Utopie? Es wäre keine schlechte!

Dr. Stefan Malfèr,

1140 Wien

Frischer Wind in
Österreichs Politik

Sebastian Kurz hat das Wahlziel erreicht, seine neue ÖVP wurde stimmenstärkste Partei und er wird Bundeskanzler in einer künftigen Regierung. Schwarz-Blau dürfte in den nächsten Jahren das Sagen haben, in Österreich bläst ein frischer Wind mit neuen bürgerlichen Visionen.

Man sollte nicht immer von links und rechts sprechen, wichtiger wäre eine Politik im Sinne des Volkes, und dass endlich der politische Stillstand, das Anwachsen der Staatsschulden und die Abwärtsspirale der Kaufkraft gestoppt werden könnten.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Die Migrationsströme
und das Wahlergebnis

Ich meine, dass der Hauptgrund für das Wahlergebnis die unkontrollierte Einwanderung der Flüchtlinge war. Angela Merkel hat auf humane Weise reagiert, während Werner Faymann seinen Kurs immer wieder um 180 Grad geändert hat. Natürlich war die Situation für die FPÖ und Sebastian Kurz ein gefundenes Fressen. Vielleicht wäre den Grünen nicht so ein Debakel beschieden worden, wenn sie auf den Kurs von Peter Pilz eingeschwenkt wären, dessen Bewegung für mich ein echter Hoffnungsschimmer ist.

Ingrid Kainzner,

per E-Mail