Zum VfGH-Urteil über
die "Ehe für alle"

Zuvor zwei Feststellungen: "Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand." Ich bin strikt gegen jede Diskriminierung von Homosexuellen. Der erste Spruch bezieht sich auf den Verfassungsgerichtshof. Seine letzten Urteile (Bundespräsidenten-Wahl-Aufhebung, Ehe für alle) haben mit Gerechtigkeit nichts zu tun und sind schlicht und einfach falsch. Und beim letzten Urteil kann man sich des Gedankens nicht erwehren, der Gerichtshof wollte einer konservativen Regierung noch schnell etwas "zu Fleiß machen".

Die eingetragene Partnerschaft ist keine Diskriminierung, sondern nur die richtige Bezeichnung für die Liebe Gleichgeschlechtlicher. Ich hoffe daher sehr, dass die Regierung Kurz eine juristisch einwandfreie Lösung finden wird, dieses Unrechts-Urteil auszuhebeln. Und sollte das nicht gehen, dann muss die eingetragene Partnerschaft abgeschafft werden. Eine "Ehe light" für Heterosexuelle brauchen wir wirklich nicht.

Mag. Franz Karl,
Vizepräsident des Österreichischen Seniorenrates, 1130 Wien