Junge Christinnen im Nordosten Syriens. - © Souleiman
Junge Christinnen im Nordosten Syriens. - © Souleiman

Christenverfolgungen in Nahost, Asien und Afrika

Es ist die große Schande Europas, es ist die große Schande des Westens. Und all jene, die diesem Morden an den Christen weltweit wort- und tatenlos zusehen, die unschuldige Christen durch ihre Untätigkeit ihren Schlächtern ausliefern, haben deren Blut an ihren Händen.

200 Millionen Christen sind weltweit von Verfolgung bedroht. 87.400 Gewaltakte wurden voriges Jahr gegen Christen dokumentiert, 3066 Christen wurden wegen ihres Glaubens umgebracht, 700 Kirchen wurden 2017 zerstört. Das sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weit höher. Und was machen die ach so toleranten Eliten? Richtig: Sie schweigen!

Im Europa des 21. Jahrhunderts wird doch viel lieber leidenschaftlich über den abstrakten Begriff der Islamophobie diskutiert, statt das Leid unserer christlichen Mitbürger zu beenden. Im Europa des 21. Jahrhunderts plant man doch viel lieber Sprechverbote und Internetzensur, als sich der Gefahr des Islamismus zu stellen. Im Europa des 21. Jahrhunderts wird über Menschenrechte fabuliert, während tausende Kilometer weiter Menschen ihr Leben wegen unseres Glaubens verlieren. Im Europa des 21. Jahrhunderts regiert die Vogel-Strauß-Politik.

Gerald Grosz,
ehem. Abg.z.NR., 8010 Graz

Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 11. Jänner

Wenn politische Meinung
zur Glaubensfrage wird

Parteien sind eher wie Sekten organisiert, und die Ideologie wird für Parteikrieger zur Glaubensfrage. Für manchen Fanatiker grenzt Kritik an der eigenen Partei an persönliche Beleidigung, und im Regelfall korreliert diese Eigenschaft umgekehrt proportional zum Rang des Mitglieds. Wenn das zum kategorischen Imperativ wird, setzt sich das Primat der Parteipolitik gegenüber Sachpolitik durch, was sich aber als insgesamt nicht sehr problemlösungsaffin erweist. Erhöhtes Misstrauen gegenüber solchen Mechanismen wird also durchaus zur Pflicht eines guten Bürgers.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zum Gastkommentar von
Thomas Eisenhut, 11. Jänner

Auf das Volk hören,
nicht das Volk verführen