Der Lobautunnel ist kein zukunftsfähiges Projekt

Wenn die Grundlagen für die Begründung von Eingriffen in das Leben, die Natur, fehlen, ist jeder Eingriff im besten Fall fahrlässig und gefährlich. Man belastet oder gefährdet sonst die Zukunft und schränkt die Möglichkeiten für gute Lösungen ein.

Bei der Lobau handelt sich um ein besonders schützenswertes kleines Stück unserer Erde, das ja nicht nur zwei Dimensionen hat wie eine Folie auf der Oberfläche der Erde. Wie weit reicht der Schutz des Nationalparks nach unten und nach oben? Eine Frage, die von den Biologen, Hydrologen und Geologen gemeinsam mit den Juristen vorweg zu prüfen wäre, was aber nicht erfolgt ist.

So wird ein Verfahren abgewickelt, das ebenso oberflächlich ist wie die Grundlagen zur Entscheidung für einen Tunnel. Eine Studie aus dem Jahr 2002, genannt "SUPerNOW", in der nur ein kleiner Ausschnitt des Wirkungsnetzes bearbeitet wurde, dient als Begründung. Im Masterplan Verkehr 2003 sind folgende Ziele für die Verkehrsmittelaufteilung der Wiener für das Jahr 2020 festgelegt: Verminderung des motorisierten Individualverkehrs auf 25 Prozent aller Wege. Erhöhung des Radverkehrs möglichst rasch auf 8 Prozent. Steigerung des öffentlichen Verkehrs von 34 auf 40 Prozent. Steigerung im Stadtgrenzen überschreitenden Verkehr und dabei Änderung der Verkehrsmittelaufteilung zwischen öffentlichem Verkehr und motorisiertem Individualverkehr von 35 zu 65 Prozent auf 45 zu 55 Prozent.

In "SUPerNOW" wird aber, wenn man die Studie genau liest, nachgewiesen, dass diese Ziele mit einer sechsten Autobahn-Donauquerung nicht erreicht werden können, sondern nur "Tendenzen"! Qualifizierte Verkehrsplanung und -politik sieht daher so nicht aus. Das sollte man schon seit 15 Jahren wissen, versteht man die eigenen Studien. Die Pflicht wäre die Suche nach zeitgemäßen zukunftsfähigen Lösungen, die es gibt. Es sei denn, man verzichtet auf die beschlossenen Ziele. Das wäre aber statt "SUPerNOW" ein Super-GAU für den Beschluss - und nicht nur das.

Em. o.Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Hermann Knoflacher, 1040 Wien

Zum Leserbrief von Jürgen Jauch, 18. Jänner

Karin Kneissl fuhr
nach Bratislava

Ist es nicht ein Zeichen des Respekts gegenüber dem von ihr besuchten Land, dass die Außenministerin den Namen der slowakischen Hauptstadt in der Landessprache ausspricht? Und weil auch der ORF erwähnt wird: Hier wäre es mir aber lieber gewesen, hätten die Sportreporter vom "Slalom in Agram" gesprochen. Denn die permanente Aussprache von Zagreb mit deutschem Z anstatt mit slawisch korrektem stimmhaftem S wurde mir im Laufe der Übertragung unerträglich.

Johann Zieger,
3400 Klosterneuburg

Soll das Rauchen in
Lokalen erlaubt sein?

Jeder Wirt und Gast soll selbst entscheiden. Es gibt doch jetzt schon wirklich viele Lokale, die entweder komplett rauchfrei sind oder eben einen abgetrennten Raucherbereich haben. Ist es denn einem intelligenten Bürger wirklich nicht zumutbar, in das Lokal zu gehen, in dem angeboten wird, was er sich vorstellt?

Georg Mayrhofer,

per E-Mail