Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 20. März

Politik ist im Grunde
eine Glaubensfrage

Über "gesichertes Wissen" sagen Naturwissenschaft und Philosophie, dass es ein solches nicht gibt, und auch Vertrauen auf solches Wissen ist nur annäherungsweise möglich. Das bedeutet, dass Vertrauen in das Handeln von Regierungen aller Art eher einer Religion entspricht. Ich denke, es ist nur möglich, wenn sich die Menschen von irgendeinem Guru blenden lassen; und dass so etwas immer und überall möglich ist, wissen wir in unserem Land nur zu gut, besonders jetzt in dieser Zeit des Gedenkens.

Meine Meinung: Alle Lebewesen lassen sich eher von einem "gesunden" Misstrauen leiten, auch der Mensch. Und von einer "Wiederherstellung eines möglicherweise ramponierten Vertrauens" würde ich nicht reden, wenn es doch gar keines gab. Ich glaube, wir streben nur nach dem kleinstmöglichen Übel, wenn wir zu einer Wahl gehen.

Kurt Ruppi,

2320 Schwechat

Zum Artikel von Brigitte Pechar, 20. März

Ein Aufnahmetest für
die AHS wäre hilfreich

Wenn wir in Österreich von dem System AHS versus Mittelschule nicht abrücken wollen, dann ist mir ein objektivierbarer Vergleich lieber. Denn es gibt Volksschullehrerinnen, die schütten über die lieben Kleinen Einser aus, und dann gibt es beseelte Wesen, die möglichst objektive Note vergeben, trotz Eltern, die mit Anwälten drohen, wenn ihr Kind nicht die AHS-Reife bekommt. Ein Eingangstest, um die unterschiedlichen Leistungen messen zu können (auch wenn es nur eine Punktlandung ist), wäre ehrlicher als all das, was derzeit passiert.

Dr. Christine Allen,

1170 Wien

In den Spitälern fehlen Ausbildungsplätze

Der Mangel ist von der Ärztekammer mitverschuldet. Man hat uns zu meiner Ausbildungszeit bis zu 300 Stunden pro Monat arbeiten lassen, gleichzeitig hat man die Absolventen zwei Jahre auf den Turnus warten lassen und von Ärzteschwemme gesprochen! Ein EU-Gesetz aus 2003 wurde mit Hilfe der Kammer elf(!) Jahre verzögert. Die Ärztekammer ist keine Interessenvertretung der Ärzte insgesamt! Schon gar nicht werden Patienteninteressen gewahrt.

Werner Andrich-Kerschenbauer,

per E-Mail