Ein lohnendes Thema für
den Gewerkschaftsbund

Wenn die Gewerkschaft gegen den 12-Stunden-Tag zum Angriff bläst und dabei von SPÖ-Chef Christian Kern unterstützt wird, kritisiert sie etwas, was die SPÖ vor der Oppositionszeit mitgetragen hat.

Ein lohnendes Thema für den ÖGB wäre hingegen ein entsprechender Widerstand gegen die aktuelle Regierungsvorlage zum Pensionskassengesetz. Hier wird nämlich eine Chance vertan! Ein funktionierendes System einer zweiten Säule bei den Pensionen wäre wichtig. Aber das gegenwärtige österreichische Pensionskassensystem müsste einer grundlegenden Reform unterzogen werden, bevor es wirklich brauchbar wird. Die derzeitige Gesetzesvorlage der Regierung sieht nur ein paar unbedeutende Änderungen vor, die durch EU-Vorgaben nötig werden. Denn diese Gesetzesvorlage hat die Pensionskassenlobby geschrieben und auch die Opposition übernimmt dieses schlechte Konstrukt kommentarlos.

Günter Braun,

1020 Wien

Verkehrspolitik
als kluger Mix

Günstige Preise für öffentliche Verkehrsmittel erleichtern den Verzicht auf das geliebte Auto. Zur Entlastung überparkter Zentren ist jedoch eine Kombination von Park&Ride-Anlagen mit Einkaufsmöglichkeiten während der Betriebszeit der öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich, wie es das Planungsteam für den Ausbau der Pottendorfer Linie 2009 vorgeschlagen hat.

Arch. DI Bernd Stanzel,

1070 Wien

Arbeitsmigration
innerhalb der EU

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine Grundfreiheit in der EU, dabei erhalten alle EU-Bürger das Recht, im gesamten EU-Raum Arbeitsplätze frei wählen zu dürfen.

Solange die lohnmäßigen und sozialen Standards innerhalb der EU stark differieren, wird es eine Wanderbewegung zu den wohlhabenden Staaten geben. Deutschland und Österreich decken den Fachkräftemangel teilweise durch ausländische Arbeitnehmer ab, das aber erfolgt nicht unbedingt zum Vorteil der inländischen Arbeitnehmer.

Bereits heute mangelt es in den ärmeren EU-Staaten an Fachkräften, weil diese in den wohlhabenden EU-Staaten arbeiten. Durch die Wanderbewegung nach Mitteleuropa haben diese Staaten keine Chance, ihre Wirtschaftsleistung wesentlich zu steigern, sie bleiben in Abhängigkeit von den reichen Staaten.

Die EU ist derzeit noch zu unbeweglich, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit den ökonomischen Erfordernissen anzupassen. Solange die gegenwärtigen Bestimmungen für die Arbeitnehmer gelten, werden die ärmeren Staaten kaum den wirtschaftlichen Status der übrigen Staaten erreichen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Ein erfolgreicher
optischer Relaunch

Die neue Wetterseite der "Wiener Zeitung" ist wirklich besser und lesbarer geworden!

Dipl.-Ing. Dr. Luzian Paula,

1030 Wien