- © reuters/Moritz Hager
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Zum Interview von
Thomas Seifert, 28. Juli

Die EU-Staaten müssen zusammenarbeiten

Ich finde, eines ist klar: Europa und die in ihm verbundenen Staaten werden bald keine Rolle mehr spielen, wenn sie nicht besser zusammenarbeiten. Immer öfter denke ich, es wäre vielleicht besser, einen Neuanfang mit denen zu machen, die dazu willens und fähig sind. Und dass die Erweiterung der EU, so wie sie erfolgt ist, möglicherweise ein Fehler war.

Gerald Saathoff,

per E-Mail

Steve Bannon will die europäische Rechte einen

Hierin ist eine beträchtliche Gefährdung der EU zu erkennen. Es kann die Einigkeit in der EU stark vermindern und wird die EU schwächen. Die Probleme der Welt sind zu groß und zu mächtig, um von den kleinen Einzelstaaten gelöst zu werden.

Christoph Strebel,

per E-Mail

Österreich war
einmal schuldenfrei

In einem Gespräch über die schwierige Zeit, die Österreich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs durchzumachen hatte, erwähnte Heinz Kienzl, der langjährige Generaldirektor der Oesterreichischen Nationalbank, dass ihn Finanzminister Hannes Androsch im Jahre 1978 angerufen habe, um ihm mitzuteilen, dass er eben die letzte Rate der Nachkriegsschulden zurückgezahlt habe. Österreich war damit schuldenfrei.

Diese Schulden gingen in erster Linie auf die sogenannte Völkerbundanleihe zurück, die der damalige Bundeskanzler Ignaz Seipel anzunehmen gezwungen war, um den wirtschaftlichen Niedergang der jungen Republik Österreich abzuwenden. Erleichtert wurde die Rückzahlung durch das Schuldenabkommen von Rom 1952, durch das Österreich 71,5 Prozent der Vorkriegsschulden erlassen wurden.

Für uns alle aber bleibt eine der vielen Lektionen der Geschichte, dass ein Land aus politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen gezwungen sein kann, internationale Hilfe in Anspruch zu nehmen, das heißt, sich auf seine Partnerländer zu verlassen.

Dr. Wolfgang Wolte,

per E-Mail