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Bernd Vasari, 4. August

Wien und Chinas
"Neue Seidenstraße"

Die Breitspurbahn von Koice nach Wien hat (aus österreichischer Sicht) den Vorteil, Güterströme der "Neuen Seidenstraße" zu kanalisieren. Da aber Wien sicher nicht Endpunkt aller Transporte von und nach China wäre, müssten weiter nach Westen oder Süden gehende Güter dennoch umgespurt, auf Normalspurwagen oder wider die Ziele österreichischer Verkehrspolitik auf Lkw umgeladen werden.

Die "Neue Seidenstraße" wird sich in Europas dichtem Schienennetz verzweigen. Somit wäre Wien aber auch über den Baltisch-Adriatischen Korridor (Nordbahn) von Warschau oder über den Rhein-Donau-Korridor (Ostbahn) von Budapest her mit der "Neuen Seidenstraße" verbunden. Überdies besteht über den "Korridor X" eine Verbindung von Belgrad über Zagreb nach Villach, Salzburg und Graz. Für keine dieser Verbindungen braucht es Milliarden für eine neue Breitspurstrecke innerhalb des bestehenden Normalspurraums. Entsprechende Kooperationen der Bahnen würden genügen.

DI. Dr. Helmut Adelsberger,

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Vom Kampfkrauler
bis zur Badeschönheit

Wer hatte die Idee für die Typologie der Badegäste? Der gehört vor den Vorhang! Und die Schreiber auch. Sie haben alle ihren Typ glänzend "typologisiert" und doch heiter geschrieben. Bitte allen Ideengebern und Autoren herzlichen Glückwunsch und vielen Dank.

Martin Zedlacher,

1120 Wien

Neue Sanktionen der
USA gegen den Iran

"Wer mit dem Iran Geschäfte macht, wird keine Geschäfte mit den USA machen." Wer sich einmal erpressen lässt, wird immer wieder erpresst.

Peter Jürß,

1160 Wien

Der Praterstern als
neue "Grätzeloase"

Wie lange ist es denn her, dass der Praterstern "umgebaut" wurde? Wäre es denn nicht möglich gewesen, a priori ein gefälliges Konzept zu erstellen? Man sollte sich aber auch den Schwarzenbergplatz ansehen! Es muss sich zwangsläufig die Frage stellen, ob es nur noch geschmacksbefreite Architekten oder Stadtplaner gibt, oder ob es sich um die Vorgaben unserer stillosen roten und grünen Stadtpolitiker handelt.

Univ.-Prof. Dr. Ernst Sim,

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Zu wenig Grünraum
am Praterstern

"Der Praterstern ist eine Hitzeinsel. Wir brauchen daher unbedingt mehr Grün", sagt Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger. Noch sehr gut in Erinnerung ist der Kommentar von Architekt Luigi Blau zur seinerzeitigen Neugestaltung des Pratersterns, als er im ORF-Interview auf die Kritik, es gebe dort zu wenig Grünraum, meinte, es gebe ja in der Stadt keine Schafe, also brauche man auch kein Gras. Und eine weitere Stimme dazu sagte: "Wer Bäume will, soll in den Wald gehen."

Tatsächlich gibt es in unserer Stadt unendlich viel mehr Schafsköpfe im metaphorischen Sinn als echte Schafe, diesen käme wohl auch niemals so viel haarsträubender Irrwitz in den Sinn (und wenn, würden sie diesen schamvoll für sich behalten, Mäh!).

Franz Osztovits,

per E-Mail