Zum Essay von Walter Hämmerle, 4./5. August

Über das Streiten
in der Demokratie

Der Beitrag "Mit offenem Visier" gefällt mir recht gut. Leider ist er hierzulande meines Erachtens "nötig". In der Schweiz wäre er nicht erschienen, wohl weil dort ein jahrhundertealter "Bürgersinn" ihn selbstverständlich und "unnötig" erscheinen ließe.

Georg Becker,

1130 Wien

Heftige Proteste gegen die
Regierung in Bukarest

Erfreulich ist, dass die "Wiener Zeitung" über die Zustände in Rumänien berichtet. Weniger schön ist allerdings, dass sonst in den Medien über Rumänien kaum berichtet wird.

Die Justiz wird von den Regierenden entmachtet. Immer wieder wird versucht, Gesetze zu beschließen, die Korruption zulassen. Die EU versagt dort wie in Polen und Ungarn. Dass in Rumänien eine "sozialdemokratische" Partei regiert, scheint den Rest der europäischen Sozialdemokratie kaum zu jucken!

Dieter Braeg,

per E-Mail

Von der Abschiebung
bedrohte Lehrlinge

"Fiat iustitia - pereat mundus." Gesetze müssen eingehalten werden, auch wenn Übles die Folge ist. Die Justiz soll den Menschen bei ihrem Zusammenleben helfen, genau wie das Finanzsystem die moderne Wirtschaft ermöglichen soll. Aber das wird gerne instabil - wie bekannt. Die Justiz ist dagegen oft viel zu stabil. Dann leiden Menschen, "damit Recht Recht bleibt".

Man könnte natürlich etwas ändern, auch wenn es einige Zeit dauert. Das Problem mit den von Abschiebung bedrohten Lehrlingen besteht aber schon längere Zeit. Da kommt der Verdacht auf, dass eine maßgebende Gruppe kein Interesse an einer Änderung hat. Wer mag das wohl sein?

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien