Zum Leitartikel von Christian
Rösner, 11. September

An den Schulen zeigt sich
die Demografie von morgen

Integration ist eine Lüge. Österreichische Schüler sind an vielen Schulen in Wien bereits in der Minderheit. Wer soll sich hier "integrieren"? Der Elefant im Raum, den in dieser ganzen Debatte niemand sehen oder gar ansprechen will, ist die demografische Entwicklung, an deren Ende die Österreicher nur eine Minderheit von vielen sein werden. Immer wieder "mehr Integration" zu fordern heißt, das eigentliche Problem nicht zu erkennen.

Philipp Huemer,

per E-Mail

Staatliche Gesetze
müssen für alle gelten

Wo immer ich auf meinen Reisen auf Minderheiten getroffen bin, zeigte sich, dass die sich gegenüber ihrer Wahlheimat erst einmal abgrenzten, um ihre eigene Identität zu schützen. So gibt es "Little Italy" in New York oder "Chinatown" in San Francisco. All diesen Volksgruppen ist gemeinsam, dass sie das Gesetz des Landes, das sie aufgenommen hat, akzeptieren. Sie akzeptieren den Rechtsstaat als oberste Instanz.

Von Europa ausstrahlend, hat sich die Trennung von Kirche und Staat in weiten Teilen der Welt durchgesetzt. Wer sich also in solch aufgeklärten Teilen der Welt niederlassen will, muss trotz eigener Tradition und Religion die Gesetze des Landes als oberste Instanz anerkennen. Wer das nicht tut oder kann, muss sich dorthin zurückziehen, wo die eigene Tradition/Religion das oberste Gesetz ist. Der Staat muss Wege finden, dies klarzumachen, und darf es nicht den Lehrern überlassen, die Kinder fundamentalistisch lebender Eltern zu frei denkenden Staatsbürgern erziehen zu müssen. Wer das Prinzip des säkularen Rechtsstaates nicht begreifen will, muss in das Herkunftsland zurückgewiesen werden.

Harald Schebach,

per E-Mail