Die kommende Reform
der Sozialversicherungen

Bauern- und Gewerbeversicherung werden fusioniert. Im künftigen Selbständigen-Sozialversicherungsgesetz heißt es: "Ein gemeinsamer Rechnungskreis ist von der Hauptversammlung der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) erst dann zu beschließen, wenn die beitrags- und leistungsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. In diesem Beschluss ist der Zeitpunkt der Zusammenführung der Rechnungskreise ausdrücklich festzulegen."

Wird spannend, wann und wie man den Konflikt auflöst, wenn derzeit die Gewerbetreibenden den Steuerbescheid, aber der Großteil der Bauern den pauschalierten Einheitswert (Versicherungswert) als Beitragsgrundlage hat. Und wie wird sich das in den Bemessungsgrundlagen für die Pension auswirken bei der miesen Einkommenslage in der Landwirtschaft?

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen

Neiddebatte bei
den Krankenkassen

Die Kassenreform ruft Kritiker auf den Plan, die auf die angebliche Bevorzugung der Beamten hinweisen, da die BVA von der Kassenfusion verschont bleibe: Die Leistungen seien in Teilbereichen besser als bei den Gebietskrankenkassen. Zu berücksichtigen wären aber die höheren Beitragszahlungen und der zehnprozentige Selbstbehalt für Arztbesuche und andere medizinische Leistungen. Wer öfters krank ist, merkt das auch in der Geldbörse.

Von den Gebietskrankenkassen wurden bisher ein Selbstbehalt und eine Beitragserhöhung abgelehnt, ein Vergleich ist durch die unterschiedlichen Systeme nur schwer möglich. Wenn schon eine Fusion der neun gleichartigen
Gebietskrankenkassen große Schwierigkeiten macht, dann kann man sich vorstellen, wie eine Zusammenlegung unterschiedlicher Kassen aussehen würde.

Kurt Gärtner,

4600 Wels