Der Pyramidenkogel in Keutschach am Wörthersee ist der höchste aus Holz errichtete Aussichtsturm der Welt. - © apa/Eggenberger
Der Pyramidenkogel in Keutschach am Wörthersee ist der höchste aus Holz errichtete Aussichtsturm der Welt. - © apa/Eggenberger

Zum Artikel von Adrian Lobe,
26. September

Neue Wolkenkratzer
und kühn gebaute Türme

Zu diesem interessanten Artikel hätte aus österreichischer Sicht der Pyramidenkogel in Kärnten gepasst. Er ist mit 100 Meter Höhe der höchste Holzaussichtsturm der Welt und wurde von den österreichischen Architekten Markus Klaura und Dietmar Kada entworfen. Die Fertigstellung erfolgte im Juni 2013. Beim Entwurf dachten die Architekten an "eine Dame in Plisseekleid, an eine Sophia Loren". Innen kann der Turm mit einer Rutsche aufwarten. Ein Besuch lohnt sich!

Gerlinde Tomazej,

per E-Mail

Eine Mahnung aus
der Vergangenheit

Bei dem Bild zu diesem Artikel, das den Wolkenkratzer "56 Leonard" in New York zeigt, fällt mir der Neuengland-Hurrikan von 1938 ein, das schlimmste meteorologische Ereignis in dieser Region überhaupt. Damals waren sämtliche Straßen- und Schienenverbindungen zwischen New York und Boston für viele Tage unterbrochen, es gab bis zu 800 Tote und mehr als 57.000 zerstörte oder beschädigte Häuser. Derartiges kennt man sonst nur von weiter südlich gelegenen Gegenden, aber einige Male pro Jahrhundert (vielleicht in Zukunft häufiger?) trifft es auch Neuengland und damit New York.

Die stark zerklüftete Oberfläche des "56 Leonard" bietet einen sehr vergrößerten Windwiderstand, und man fragt sich, ob das Bauwerk auch für seltene, aber überproportionale Stürme dimensioniert ist. Wenn nicht, dann kann die erwähnte Nähe zum "Ground Zero" ein unheilvolles Vorzeichen sein.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien

Nachlese zur Wiener Diözesanversammlung

Zur jüngst stattgefundenen 5. Diözesanversammlung in Wien: "Jünger werden", Wachstum und Erneuerung, Entwicklungsräume - klingt alles sehr schön, aber dienen diese Schlagworte nicht eher der Behübschung des sich immer mehr verschärfenden Priester- und - aufgrund jüngster sattsam bekannter Ereignisse - Ministrantenmangels?

Katholiken sind keine Rassisten und akzeptieren daher auch einen afrikanischen, indischen oder polnischen Priester. Aber wenn kaum ein einheimischer junger Mann noch Priester werden will, wird sich der seit 50 Jahren fortschreitende "Kirchenschwund" wahrscheinlich fortsetzen - es sei denn, es kämen schlimme Zeiten, die verarmende, verängstigte und entmutigte "Gläubige" wieder in ihre Kirchen treiben.