Christine Preyer,
per E-Mail

Lehrer mit Freude an ihrem Beruf

Das Ziel der künftigen Lehrerausbildung sollte sein, dass Lehrer so gerne in die Schule gehen, wie sie es sich wünschen, dass es ihre Schüler tun.

Prof. Ernst Smole,
1080 Wien

Zum Artikel vom 16. Mai
Ein Zwischenfall im Ostchinesischen Meer

Wie in diesem Bericht dargestellt, kam es am 9. Mai in überlappenden Fischereigewässern zwischen Taiwan und den Philippinen zum Beschuss eines taiwanesischen Fischerbootes durch ein Schiff der philippinischen Küstenwache, bei dem ein Fischer getötet wurde.
Das unbewaffnete Fischerboot weist 59 Einschusslöcher aus automatischen Waffen auf, was eine vollkommen unnötige Gewaltanwendung darstellt, die in krassem Gegensatz zum UN-Seerechtsübereinkommen steht.

Es haben sich auch keinerlei Beweisspuren gefunden, nach denen das Fischerboot versucht hätte, das Schiff der Küstenwache zu rammen, wie dies von philippinischer Seite behauptet wird. Dies wäre auch ein bizarres Unterfangen gewesen, wenn man weiß, dass das Schiff der Küstenwache über sieben Mal so groß ist wie das Fischerboot.
Aus diesem Grund fordert die Demokratische Republik Taiwan von den Philippinen Folgendes:
1. Entschädigung,
2. die Untersuchung des Vorfalls,
3. die Bestrafung der Verantwortlichen und
4. Fischereigespräche.
Für die Regierung und die Menschen in Taiwan ist es unmöglich, den absichtlich herbeigeführten und unangemessenen Verlust eines Menschenlebens durch ein Regierungsorgan der Philippinen widerspruchslos hinzunehmen.
Den Zwischenfall kann man nicht ungeschehen machen, doch hauptsächlich geht es nun darum, solche Vorfälle für die Zukunft zu vermeiden.
Erst im April hat Taiwan ein Fischereiabkommen mit Japan unterzeichnet, welches Fischen in überlappenden Gewässern zum Thema hat. Und für die Lösung der Spannungen im Ostchinesischen Meer um die Diaoyutai-Inseln hat Taiwans Präsident Ma Ying-jeou bekanntlich seine Friedensinitiative präsentiert.
Der Weg in eine prosperierende Zukunft Ostasiens führt über Gespräche und Abkommen und nicht über unnötige Eskalation mit Toten.

Chen Yu-shun,
Taipei Wirtschafts- und Kulturbüro Wien