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Update: 06.12.2018, 11:16 Uhr

E-Scooter

Bei Schnee bleiben die E-Scooter in der Garage




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Von Matthias G. Bernold

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  • Acht Fragen an E-Scooter-Betreiber Lime

Seit September können in Wien Elektro-Roller ausgeliehen werden.  - © APAweb / Herbert Neubauer

Seit September können in Wien Elektro-Roller ausgeliehen werden.  © APAweb / Herbert Neubauer

Einer der Anbieter von E-Scootern in Wien ist das im Jahr 2017 gegründete US-Unternehmen Lime. Das Unternehmen mit Sitz in San Mateo, Kalifornien, startete sein Service zunächst an der Universität von North Carolina im Juni 2017 mit125 Leihrädern. 2018 kamen dann E-Bikes und E-Scooter dazu und Lime begann rasch, den europäischen Markt zu erschließen. Heute sind die E-Scooter in den meisten größeren US-Städten und außerhalb der Vereinigten Staaten u.a. in Zürich, Paris, Berlin, Warschau, Madrid und Mexiko City unterwegs. Ich habe Tonalli Arreola, CountryManager des E-Scooter-Betreibers Lime Österreich ein paar Fragen per E-Mail geschickt. Hier seine Antworten.

1. Wie viele Roller gibt es derzeit in Wien / in europäischen Städten insgesamt?

Gestartet sind wir in Wien zunächst mit 200 bis 300 E-Scootern und haben die Flotte aufgrund des steigenden Bedarfs nach wenigen Wochen auf mehrere Hundert erhöht. Wir haben bereits die von der Stadt vorgeschriebenen Grenze von 1.500 zugelassenen Scooter erreicht.

2. Wie sehen Sie das Ausbaupotenzial der Roller in den nächsten Jahren?Wir bauen unsere Märkte stets aus und prüfen immer potentielle Standorte.

Derzeit gibt es jedoch keine konkreten Pläne, den Betrieb von Lime in andere Städte in Österreich auszuweiten. Wir richten unsere volle Aufmerksamkeit auf einen reibungslosen Ablauf in Wien und lernen aus den Erfahrungen, die wir hier machen.

3. Wie ist die Auslastung momentan? / Wie viele Fahrten finde momenten durchschnittlich am Tag statt?

Wir sind mit der bisherigen Entwicklung der Fahrten sehr zufrieden. Bald werden wir aktuelle Zahlen zur Nutzung der Wienerinnen und Wiener kommunizieren. Weltweit konnten wir bereits über 20 Millionen Fahrten verbuchen.

4. Wie wird das im Winter sein?

Da die Sicherheit unserer Kunden für uns höchste Priorität hat, werden wir uns vorbehalten, bei nicht idealen Straßenverhältnissen die Scooter in der Früh in der Stadt nicht zu verteilen und im Lager zu behalten. Dabei nehmen wir gerne auch einen wirtschaftlichen Ausfall in Kauf.

5. Können Sie die Aufregung um die Roller nachvollziehen?

Angesichts von Verkehrsstaus und Umweltverschmutzung in Städten besteht ein enormer Bedarf an Zugang zu erschwinglichen, einfach zugänglichen grünen Mobilitätslösungen von Santa Monica bis Paris, von Chicago bis Wien. Unsere leichten und flexiblen Elektro-Roller unterstützen die Menschen in ihrem urbanen Leben, da sie eine echte Alternative ohne Verkehrs- und Parkfrustrationen darstellen. Dies sieht man vor allem in der durchaus regen Benutzung unseres Angebots in Wien. Zudem sind wir im konstanten Dialog mit Vertretern von den einzelnen Bezirken, der Stadtverwaltung und Vertretern diverser Interessenverbände.

6. Wie sehen Sie die Rechtslage in Österreich?

Wir sind für die Regulierung und deshalb arbeiten wir Hand in Hand mit allen europäischen Städten und Gemeinden, in denen wir tätig sind. In Wien arbeiten wir eng mit den Bezirksvorstehern zusammen und haben nun sogenannte Parkverbotszonen eingerichtet. Diese befinde sich vor allem im ersten Bezirk und sollen dazu beitragen, dass die Scooter nicht achtlos auf dem Gehsteig abgestellt werden. Weitere Zonen befinden sich z.B. in Schönbrunn und auf der Donauinsel. Alle Parkverbotszonen sind für alle Nutzer in der Lime App rot markiert. Sobald die Fahrer die Zonen befahren, erhalten sie außerdem eine Benachrichtigung via App, die sie auf das Parkverbot hinweist. Sollten sich die Nutzer nicht an die Warnung halten und den Scooter abstellen, müssen sie eine Zusatzgebühr in Höhe von 25 Euro zahlen.

7. Wie können Sie gewährleisten, dass sich die Nutzer verkehrskonformverhalten?Wir klären unsere Nutzer über die korrekte und verkehrskonforme Nutzung unserer Flotte über unsere Kommunikationskanäle wie etwa unsere App auf. Hier werden unsere Kunden beispielsweise darüber informiert, wo sie mit den E-Scootern genau fahren dürfen und wo diese geparkt werden können. Vor der ersten Fahrt ist ein verpflichtendes Tutorial in der App zu absolvieren. In Parkverbotszonen bekommen unsere Nutzer eine Warnung und wir wiederumeine Benachrichtigung, falls Scooter regelwidrig abgestellt wurden.

8. Wenn sie es bestimmen könnten: Wo sollen die Roller unterwegs sein dürfen? Wo eher nicht? Sollen Sie gleich wie Fahrräder behandelt werden?

Da stimmen wir den bestehenden Bestimmungen und der Klassifizierung und Nutzung von Rollern vollkommen zu. Diese sind den Fahrrädern gleichgestellt und sollen nicht auf dem Gehweg gefahren werden.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-11-24 14:26:52
Letzte Änderung am 2018-12-06 11:16:28


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