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Update: 12.10.2016, 13:31 Uhr

Wiener Fahrradschau

Jetzt erstmals auch in Wien: Die große Fahrradschau




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Von Matthias G. Benrold

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So sah es bei der Berliner Fahrradschau im vergangenen März aus. - © Leonore Hood

So sah es bei der Berliner Fahrradschau im vergangenen März aus. © Leonore Hood

Rahmen schweißen live auf der Fahrradschau

Rahmen schweißen live auf der Fahrradschau© Berliner Fahrradschau Rahmen schweißen live auf der Fahrradschau© Berliner Fahrradschau

Von 21. bis 23. Oktober findet in der Marx Halle in Wien Landstraße erstmals die Wiener Fahrradschau statt. Der Spin-Off der großen Fahrrad-Lifestyle-Show aus Berlin zeigt die komplette Bandbreite velophiler Produkte. Vom handgemachten Fahrradrahmen über das Lastenrad bis zum elektronischen Diebstahlschutz.

Heuer im März besuchte ich die Berliner Fahrradschau (BFS), die nach eigener Beschreibung "weltweit größte Fahrrad-Lifestyle-Show". (Wir drehten damals einen Beitrag für Talk and Ride – die Sendung mit dem TV-Radl). Die Lebendigkeit und Vielfalt der Veranstaltung und ihr Festival-Charakter beeindruckten mich damals sehr. Jetzt, knapp zwei Wochen vor Beginn der Wiener Fahrradschau, stellt sich die Frage: Kann die Wien-Version der Show an das Berliner Original heranreichen?

Information

WIENER FAHRRADSCHAU
Die Fahrrad-Lifestyle-Show findet von 21. bis 23. Oktober 2016 in der Marx Halle Wien (Karl Farkas Weg 19, 1030 Wien) statt.

Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls nicht schlecht. Die Wiener Fahrradschau wird von Martin Friedl organisiert, der sich nicht nur die Berliner Ausgabe genau angesehen hat, sondern der auch selbst für zahlreiche erfolgreiche Rad-Events in Österreich (Argus Bike-Festival, Vienna Air King oder das Fixie-Rennen Fuxjagd) verantwortlich zeichnet. Das Erfolgskonzept der Berliner Fahrradschau sprengt allerdings den Rahmen einer gewöhnlichen Events: Von der Location (in Berlin nutzte man den ehemaligen Postbahnhof Luckenwalder Straße, einen weitläufigen Backsteinbau nicht unähnlich der Wiener Arena), über das kulturelle Rahmenprogramm bis hin zur einzigartigen Stimmung legt die Berliner Fahrradschau einiges vor.

Ein Schwerpunkt bei der Fahrradschau: Rad-Mode, die auch dann noch gut ausschaut, wenn man bereits abgestiegen ist.

Ein Schwerpunkt bei der Fahrradschau: Rad-Mode, die auch dann noch gut ausschaut, wenn man bereits abgestiegen ist.© Berliner Fahrradschau Ein Schwerpunkt bei der Fahrradschau: Rad-Mode, die auch dann noch gut ausschaut, wenn man bereits abgestiegen ist.© Berliner Fahrradschau

Weltweit größte Fahrrad-Lifestyle-Show

Der Zauber der BFS liegt nicht zuletzt an der gekonnten Verknüpfung der verschiedenen Radfahrer-Sub-Szenen. "Wir bringen Kleine und Große, Kommerz und Subkultur zusammen", erklärt mir damals Organisator Gabriel Fares Hadid das Erfolgsrezept. Hadid, der aus der Musik- und Modebranche kommt, gestaltete ein paar Jahre lang die internationale Modefachmesse Bread & Butter. Bereits dort bewies er das richtige Gespür für Inszenierungen und den richtigen Moment.

In Berlin gab es in sechs Ausstellungshallen die Vorzeigestücke einschlägiger Ingenieurs- und Handwerkskunst zu bewundern: Fahrradrahmen aus Carbon, Titan und Edelstahl, aus Bambus und europäischen Hölzern. Hochpreisige Ledertaschen, Trikots aus Merinowolle und schmal geschnittene Anzüge aus Funktionsstoff. Bekannte Marken wie Giant, Campagnolo oder Schwalbe waren ebenso vertreten wie kleine Hinterhof-Schmieden, Startups mit Crowdfunding-Finanzierung und Szene-Shops mit Underground-Appeal. Den Rahmen bildete ein reiches kulturelles Programm mit unzähligen Veranstaltungen: Von der Vernissage bis hin zum Radrennen durch Berliner Altbau-Wohnungen.

In Wien wird nun die selbe Kombination aus Produktshow und Side-Events angestrebt. Ein Zusammenschluss mit dem Radkult-Festival (vormals Bicycle Cinema Club) soll die Radfahrer-Szene in die Marx Halle in Wien-Landstraße locken und für die notwendige Glaubwürdigkeit sorgen. So werden in der "Großen Nacht des Fahrradfilms" die neue deutsche Dokumentation "Rennradfieber", der Streifen "Rodando en Habana" über das Radleben in Kuba oder das apokalyptische BMX-Trash-Juwel "Turbo Kid" gezeigt. Dazu gibt es Alleycat-Rennen, Tweed Ride und Art Show.

Chance für österreichische Hersteller

Daneben gibt es auch in Wien – geteilt auf sechs Kategorien (AMBITION!, URBAN LIFESTYLE, HANDMADE, VELO COUTURE®, TRAVEL & TOUR, und E-MOBILITY) – die neuesten Produkte zum Anschauen und Ausprobieren. So gut wie alle internationalen Top-Marken sind vertreten. Auch für österreichische Fahrradhersteller, die in den letzten Jahren einen Boom erlebten, ist die Schau eine große Chance, ihre Produkte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unter anderem haben sich MyEsel (Maßfahrräder aus heimischem Holz), Freygeist (elegante E-Bikes mit verstecktem Antrieb) und Vello (urbane Falträder) angekündigt.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-10-10 10:04:35
Letzte Änderung am 2016-10-12 13:31:02


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