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Frau Thonhauser aus dem Lavanttal11

Die dichtende Frau Thonhauser, verheiratete Habernig, nannte sich als Autorin - als es ans Veröffentlichen ging - Christine Lavant. Weil das, was sie schrieb, ihre Lebensumstände und die ihrer näheren Umgebung, kaum verschleiert wiedergab, fürchtete sie sich vor ihrem Dorf, dem Dorf, wo sie geboren und aufgewachsen war und immer noch lebte... weiter




Lyrik erlesen

Die vom Schweigen schwere Zunge9

Am 16. September 2018 ist Ulrich Schacht gestorben. Die Nachrufe fielen eher kärglich aus, und meist wurde vor allem auf Schachts politische Haltung verwiesen, die ihn oft bedenklich weit nach rechts geführt habe. So gab er 1994 den umstrittenen Sammelband "Die selbstbewusste Nation" heraus, der als Manifest einer "Neuen Rechten" galt... weiter




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Ein Lebensroman in Briefen und Dokumenten1

Eine gute Freundschaft im landläufigen Sinn war sie nicht, jene zwischen Arthur Schnitzler und Hermann Bahr, im landläufigen Sinn (außer vielleicht einige kurze Jahre lang), aber dafür umso mehr im übertragenen, literarischen Sinn. Und zu unser aller Glück ist daraus nun ein dickes Buch geworden (Hermann Bahr / Arthur Schnitzler: Briefwechsel... weiter




Lyrik erlesen

Eine Sprache innerhalb der Sprache9

Manche Menschen haben seltsame Hobbys. In den "Rilke-Blättern", einer Publikation der Rilke-Gesellschaft, hat tatsächlich schon 1984 (also noch ohne große digitale Hilfsmittel) jemand nachgezählt, welches Wort der gute Rainer Maria in seinen Gedichten am häufigsten verwendete. Nein, es ist nicht "Nacht" oder "Baum" oder "Sommer"... weiter




Illustration von Raymond Bishop zur Rathjen-Übersetzung. - © Jung und Jung

Literatur

Der weiße Wal des Übersetzers6

  • Im Fall des Klassikers "Moby-Dick" war dringend eine Neuübersetzung angebracht.

Zehn Jahre Arbeit, und dann war alles vergebens. 2007 hatte der Suhrkamp Verlag eine gründliche Überarbeitung der Übersetzung von James Joyces "Ulysses" initiiert, die Hans Wollschläger einst erstellt hatte, 2017 musste das Projekt nach einer Intervention von Wollschlägers Erbin gestoppt werden: Der Verlag hatte vergessen... weiter




Literatur

Meister der schwermütigen Abteilung13

Seit vierzig Jahren gibt es die "Frankfurter Anthologie": Jeden Samstag bringt die "FAZ" ein Gedicht samt kurzer Interpretation eines mehr oder weniger dazu berufenen Interpreten. Wobei es sich eher um die kluge Mitteilung subjektiver Leseerfahrungen ohne autoritativen Anspruch handelt. Weshalb diese ehrenwerte Institution vor allem eines ist: eine... weiter




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Erlittener Existenzialismus, bekiffte Reisen4

Gegen Ende des russischen Bürgerkrieges findet ein junger Mann sich auf der Verliererseite wieder. Es bleibt ihm nur noch die Flucht ins Ausland, und wo sonst soll er hin als in die Sehnsuchtsstadt aller russischen Intellektuellen, nach Paris? Er schlägt sich dorthin durch, und dort schlägt er sich auch durch: als Fabriksarbeiter zunächst... weiter




Lyrik erlesen

Durchgerüttelt aus dem Lesesattel10

  • Lyrik erlesen: Neue Gedichte von Thomas Kunst, Matthew Sweeney und Jochen Jung.

Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre wurde im deutschsprachigen Literaturbetrieb heftig darüber debattiert, was denn alles Platz in einem Gedicht habe. Es war die Zeit der experimentellen Poesie, der Agitprop-Lyrik und der einsetzenden Woge der Alltagslyrik, und diese neuen lyrischen Töne bedurften der poetologischen Untermauerung... weiter




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