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Update: 25.07.2018, 16:17 Uhr

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Von Francesco Campagner

  • Vor 25 Jahren, am 6. Dezember 1992, kam es zum letzten Auftritt von Shakespeares Sister als Duo.

Marcella Detroit (links) und Siobhan Fahey - © Screenshot YouTube

Marcella Detroit (links) und Siobhan Fahey © Screenshot YouTube

Erfolg verbindet, würde man meinen. Im Fall von Siobhan Fahey und Marcella Detroit war das Gegenteil der Fall. Mit dem Megahit "Stay", der 1992 den kommerziellen Höhepunkt der Karriere von Shakepeares Sister bildete, war es mit der beruflichen Beziehung vorbei. Am 6. Dezember 1992 gab es einen letzten gemeinsamen Auftritt, danach arbeitete Fahey nur mehr sporadisch alleine als Shakespeares Sister weiter. Auch Detroit versuchte es solo - mit bescheidenem Erfolg.

Dabei hatte alles so gut begonnen, oder war zumindest gut gemeint. Fahey war aus der Band Bananarama ausgestiegen und wollte endlich alleine ins Rampenlicht. Ihr Ehemann, niemand Geringerer als Eurythmics-Mastermind Dave Stewart, unterstützte sie dabei. Bei den Arbeiten zum ersten Album suchte man passende Songschreiber für das Projekt, das Fahey Shakespeares Sister genannt hatte. Und man wurde fündig: Marcella Detroit wohnte in der Nachbarschaft und hatte schon sehr erfolgreich mit der britischen Musik-Ikone Eric Clapton zusammengearbeitet. Detroit war für Mister Slowhand als Background-Sängerin etliche Jahre tätig gewesen und schrieb (und sang) den Clapton-Hit "Lay Down Sally".

Was als Zuarbeit begann, verwandelte sich auf Wunsch der Plattenfirma zur gleichberechtigten Mitarbeit. Bei der zweiten Platte, "Hormonally Yours", präsentierten sich Shakespeares Sister als Duo. Nachdem die erste Singleauskopplung ("Goodbye Cruel World") floppte, entschied sich die Plattenfirma - gegen den Widerstand von Fahey -, den Song "Stay" als Single herauszubringen. Darin hatte Detroit den Hauptgesangspart und Fahey nur die stimmliche Nebenrolle. "Stay" wurde in Großbritannien zum Nummer-1-Hit (und in vielen anderen Staaten ebenso) - und das Ende des Duos war damit besiegelt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2017-12-06 12:28:35
Letzte Änderung am 2018-07-25 16:17:02



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