• vom 14.03.2018, 08:00 Uhr

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Jeder Tropfen zählt




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  • Offener Brief der Hochrangigen Gruppe für Wasserfragen: Die Welt braucht eine neue Maßnahmenagenda.

- © afp/Federico Scoppa

© afp/Federico Scoppa

Die Welt steht vor einer Wasserkrise. Wasser ist eine wertvolle Ressource und eines der größten globalen Risiken für wirtschaftlichen Fortschritt, Armutsbekämpfung, Frieden und Sicherheit, sowie nachhaltige Entwicklung. Die Krise ist bedingt durch große Lücken im Zugang zu Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen, eine wachsende Bevölkerung, Umweltverschmutzung und sich verschlechternde Ökosysteme sowie die Auswirkungen des Klimawandels.

Die Hochrangige Gruppe für Wasserfragen empfiehlt eine neue Agenda für Maßnahmen im Wasserbereich, die unsere Wasserproblematik in eine Chance umwandelt. Jeder Tropfen zählt.

Information

Die Hochrangige Gruppe für Wasserfragen:
Ameenah Gurib-Fakim, Präsidentin von Mauritius (Co-Chair); Enrique Peña Nieto, Präsident von Mexiko (Co-Chair); Malcolm Turnbull, Premierminister von Australien; Sheikh Hasina, Premierministerin von Bangladesch; János Áder, Präsident von Ungarn; Hani Al-Mulki, Premier und Verteidigungsminister von Jordanien; Mark Rutte; Premierminister der Niederlande; Pedro Pablo Kuczynski Godard: Präsident von Peru; Jacob Zuma; Ex-Präsident von Südafrika; Macky Sall, Präsident von Senegal; Emomali Rahmon, Präsident von Tadschikistan; Han Seung-soo, Sonderberater und Ex-Premier der Republik Korea.

Wir fordern zu einem neuen Ansatz auf: Wir müssen überdenken, wie wir Wasser als wertvolle Ressource verstehen, schätzen und managen, Veränderungen katalysieren und Partnerschaften bilden, um die wasserbezogenen Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Der soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Wert von Wasser für die Gesellschaft muss neu bewertet werden. Wasser muss so verteilt werden, dass die Vorteile für unsere Gesellschaften maximiert werden. Diese Vorteile inkludieren sauberes Trinkwasser, die Produktion von Nahrung und Energie und die Vorteile, die wir von gesunden Flüssen, Seen, Grundwasserspeichern und Feuchtgebieten gewinnen.

Sinnvolle Maßnahmen, transparente Regierungen und innovative Ansätze, auf nationaler und lokaler Ebene, sind notwendig, um Wassermanagement, Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen für Investitionen attraktiv und katastrophensicher zu machen. Wir müssen Strategien erstellen, die uns in den nächsten fünf Jahren ermöglichen, Investitionen in die Wasserinfrastruktur zu verdoppeln.

Wir müssen jetzt handeln

Die vielen notwendigen Veränderungen werden nicht leicht sein, aber wir haben keine Wahl. Wir rufen Führungskräfte auf, jetzt zu handeln, Zusammenarbeit anzuregen und eine integrative Vorgehensweise regierungsübergreifend anzutreiben.

Ein inklusiver Ansatz ist notwendig, mit Einbeziehung von Landwirtschaft und Führungskräften wie etwa Bürgermeistern und CEOs. Neue Partnerschaften und Arbeitsweisen sind wichtig. Regierungen, Kommunen, der Privatsektor und die Forschung müssen zusammenarbeiten. Wo Flussgebiete und Grundwasserspeicher Grenzen überschreiten, müssen Nachbarländer und Gemeinschaften produktiv zusammenarbeiten, um Resultate zu erzielen, von denen alle Parteien profitieren. Wir müssen uns auch als Individuen verantwortlich zeigen. Wir müssen Wasser als wertvolle Ressource wertschätzen, vernünftig verwenden, nicht verschwenden oder verschmutzen und andere anregen, dasselbe zu tun.

Unser Bericht bietet eine Agenda und Empfehlungen zum Handeln, die unsere unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen als Führungskräfte aus verschiedenen Regionen der Welt reflektieren.

Die Internationale Aktionsdekade "Wasser für nachhaltige Entwicklung" beginnt am 22. März 2018. Wir bitten Sie alle, uns bei der Wertschätzung des Wassers zu unterstützen und zu handeln, um diese Herausforderung in diesem Jahrzehnt anzugehen.

Wer immer Sie auch sind, was immer Sie auch tun, wo immer Sie auch leben - wir alle haben eine gemeinsame Verantwortung, die Zukunft des Wassers zu ändern. Jeder Tropfen zählt. Es ist Zeit zum Handeln.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-13 16:08:46
Letzte Änderung am 2018-03-13 16:54:37


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