• vom 09.09.2018, 09:00 Uhr

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Ein Verbrechen gegen unsere Kinder




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Von Kurt Ruppi

  • Ansichten eines Normalbürgers zum Klimawandel.

Kurt Ruppi war bis zu seiner Pensionierung als Bautechniker tätig.

Kurt Ruppi war bis zu seiner Pensionierung als Bautechniker tätig.© privat Kurt Ruppi war bis zu seiner Pensionierung als Bautechniker tätig.© privat

Klima, CO2 und Wetter gehörten zu den Hauptthemen des heurigen Sommers. Am meisten gestritten wird in diesem Zusammenhang über den Anteil der menschlichen Aktionen am Treibhauseffekt. Die Streithähne sind in verschiedenen Gruppen beheimatet: Wissenschaftler, Lobbys, Politiker . . . Hier entstehen die Meinungsverschiedenheiten und das eitle Hickhack unter Akademikern. Als Bürger, der sich selber auch Gedanken macht, habe ich eine eigene Meinung.

Die Erde ist zwar ein kleiner Planet, klein genug, dass sie außen nicht mehr glüht. Aber sie ist bei weitem groß genug, dass sie an ihrer Oberfläche, der äußersten Schicht (Dicke 15 Kilometer in Boden, Wasser und Luft) unvorstellbar vielfältigem Leben Platz bietet. Sie hat eine Atmosphäre mit einer mittleren Jahrestemperatur von 15 Grad Celsius, die in diesem natürlichen Treibhaus optimal ist. Sie hat eine Oberfläche, die auf verschiedene Art die Strahlung ihrer Sonne aufnimmt: viel Festland, das im Allgemeinen die Wärme verwertet; noch mehr Wasser, das einen Teil der Sonnenenergie reflektiert, aber auch als riesiger Speicher dient - und zwar nicht nur für Wärme, sondern zum Beispiel auch für CO2. Und sie hat einen Eispanzer auf den Bergen und den Polen, von dem bis vor kurzem fast alle Energie zurückgestrahlt wurde; in ihrem Inneren hat sie zudem einen sehr heißen Kern, der noch Jahrmillionen lang dafür sorgen wird, dass sich an den gegebenen Temperaturverhältnissen nur wenig ändert. Wichtig ist auch, dass die Oberflächentemperatur des Planeten ununterbrochen um den Gefrierpunkt von Wasser pendelt. Die Erde hat Tag und Nacht, sie hat den Mond und die Gezeiten, und das alles ist dafür mitverantwortlich, dass sie auch Verwitterung und Wetter hat - sonst hätte es vielleicht nie in Wasser gelöste Minerale und in der weiteren Folge Leben gegeben.


Befürchtungen
in zwei Richtungen

Der Inselstaat Kiribati wäre ein glaubhafter Kläger. Nur: An wem könnte er sich schadlos halten?

Der Inselstaat Kiribati wäre ein glaubhafter Kläger. Nur: An wem könnte er sich schadlos halten?© CC BY-SA/Flexman Der Inselstaat Kiribati wäre ein glaubhafter Kläger. Nur: An wem könnte er sich schadlos halten?© CC BY-SA/Flexman

Die Sorge um das Klima scheint mir berechtigt, aber es geht mehr um das Wetter und seine Auswirkungen als um das Klima der Welt: Niederschläge und Trockenheit. Jeder Bauer weiß das, und die Versicherungen auch. Die Befürchtungen gehen in zwei Richtungen: Einerseits geht es um Schäden durch Starkregen, Muren, Überschwemmungen - Unannehmlichkeiten und Kosten also. Andererseits geht es um die Sorge, ob und um welchen Preis in Zukunft die Ernährung der Menschen sichergestellt werden könnte - auch hier bei uns im Westen, und nicht nur wegen Missernten, sondern auch wegen der Vergeudung fruchtbaren Bodens und der Fragwürdigkeiten der Industriellen Landwirtschaft.

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Dokument erstellt am 2018-09-07 16:09:04


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