• vom 19.11.2018, 12:45 Uhr

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    Das Vienna International Centre, allgemein bekannt als "UNO-City".

    Das Vienna International Centre, allgemein bekannt als "UNO-City".© apa/Roland Schlager Das Vienna International Centre, allgemein bekannt als "UNO-City".© apa/Roland Schlager

    Zur Kolumne von Christian Ortner, 16. November

    Die UNO ist lediglich
    ein notwendiges Übel


    Ich schätze Christian Ortner als profunden Analytiker der Politik und bin darum erstaunt, zu lesen, dass er feststellt, dass die UNO in Österreich höchstes Ansehen genießt. Das kann ich hier in Linz und Oberösterreich nicht feststellen und auch in anderen Bundesländern habe ich solche Meinung nie vorgefunden. Höchstens wird die UNO als notwendiges Übel gesehen, als Plattform, wo man miteinander redet - meist kommt allerdings nichts heraus. Und die zahlreichen UNO-Chartas sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.

    Jürgen Jauch,
    4040 Linz

    Afrika hat ein Recht
    auf Restitutionen

    Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass viele Österreicherinnen und Österreicher Antisemitismus, Rassenwahn und Herrenmenschentum mitgetragen haben und mitschuldig wurden an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Fakten wurden aufgezeigt und diskutiert. Seine Mitschuld erkennen heißt auch, Verantwortung für die Folgen zu übernehmen. In diesem Fall: gegen solche Strömungen aufzutreten und für eine ehrliche Restitution geraubten Eigentums zu sorgen.

    Wäre es nicht auch notwendig, mit ähnlicher Akribie ein dunkles Kapitel europäischer Geschichte aufzuarbeiten, nämlich die Mitschuld vieler europäischer Staaten an den verheerenden Lebensumständen in Afrika? Aufzuzeigen, welchen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Schaden die Raubzüge europäischer Herrscherhäuser dort angerichtet haben und welche Folgen daraus entstanden sind; den Zusammenhang zwischen dem Wohlstand in Europa und der Verarmung Afrikas samt der daraus folgenden Migration darzustellen.

    Ich denke, dass die Politik auch in dieser Frage erst dann aktiv wird, wenn ein öffentliches Bewusstsein für die geschichtliche Verantwortung Europas entsteht. Vielleicht wird dann den Ländern Afrikas endlich ein Recht auf Restitution zuerkannt, statt über mickrige Promille an "Entwicklungszusammenarbeit" zu feilschen. Dafür erhoffe ich mir das Engagement von JournalistInnen und Medien.

    Mag. Erich Richtarz,

    2345 Brunn am Gebirge

    Christian Thielemann
    wird stark überschätzt

    Ich bin 75 Jahre alt, leidenschaftlicher Amateurpianist, habe seit meiner aktiven Zeit bei den Wiener Sängerknaben knapp mehr als tausend Konzerte im In- und Ausland besucht und so ziemlich alle prominenten Dirigenten mehrfach live erlebt. Glauben Sie mir daher, dass Christian Thielemann der am meisten überschätzte Stardirigent der Gegenwart ist!

    Es wäre für die Osterfestspiele Salzburg daher kein großer Verlust und ein Segen für Nikolaus Bachler und alle übrigen Akteure, wenn sich Thielemann so rasch als möglich verabschiedet, denn es gibt unter den jüngeren Dirigenten genügend hervorragende Alternativen - mit höherer Qualität und weniger Allüren. Die Deutsche Oper Berlin hat bewiesen, dass es auch ohne Thielemann hervorragend läuft.

    Dr. Norbert Rozsenich,

    1170 Wien




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    Dokument erstellt am 2018-11-19 12:55:25


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