• vom 05.08.2013, 14:17 Uhr

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Update: 05.08.2013, 14:36 Uhr

Klimawandel

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  • Leserbriefe vom 6.8.

Zum Artikel von Alexander Dworzak und Sophia Freynschlag, 2. August
Schäden auf Feldern durch Trockenheit
Rücksichtslosigkeit gegen die Natur rächt sich nun



Jetzt rächt sich eben die Natur. Wer mit ihr nicht sorgsam umgeht, muss sich nicht wundern, dass sie zurückschlägt.
Eine Fruchtfolgewirtschaft gibt es ja seit langem nicht mehr. Da werden die Böden nicht so stark ausgetrocknet, aber leider schauen die Bauern ja auch nur mehr auf den Profit. Und kehren von dem alten Bauernkodex ab.
Die Bauern kriegen jetzt Katastrophenhilfe, obwohl eh schon stark gefördert durch Agrarsubventionen, am meisten kriegen ja die Großen. Und die Preise werden in Folge auch wieder saftig steigen - mit oder ohne Österreichzuschlag.


Thomas Jurnitschek,
per E-Mail

Kann die Landwirtschaft klimarobuster werden?

Zuerst Hochwasser, dann Dürre. Und immer trifft es auch die Landwirtschaft. Notmaßnahmen sind gerechtfertigt, doch sind diese auf Dauer finanzierbar?
Daher die Frage: Wie wird die Landwirtschaft klimarobuster? Dazu hat sich Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich noch nicht geäußert. Dabei liegt die Antwort in seinem Ministerium, das nicht nur für Landwirtschaft, sondern auch für Wasserwirtschaft zuständig ist.
Betrachten wir die extremen Naturereignisse als Aufruf zu einer flächendeckenden Renaturierung des gesamten Wasserhaushaltes. Beginnend bei den Regen aufnehmenden Böden, über wasserrückhaltende Landschaftselemente wie Hecken, Böschungen, Wiesen, Tümpel und das Netzwerk von Vorflutern und Bächen bis zu den großen Flüssen. Diese Strukturen könnten Wasser zurückhalten.
Als Folge ökologisch unangepasster menschlicher Eingriffe ging diese Ökosystemleistung im Laufe der Zeit leider vielerorts verloren.
Wasserrückhalt als Patentrezept gegen Hochwasser und Dürre? Das ist nur scheinbar ein Widerspruch. Wasserrückhalt verzögert nicht nur bei Hochwasser Abflussmenge und Abflussgeschwindigkeit, sondern auch bei fehlendem Niederschlag die Austrocknung der Landwirtschaft.
Wenn wir eine klimarobuste Landwirtschaft wollen, müssen wir jene Flächen der Natur zurückgeben, die den Wasserlebensräumen genommen wurden. Es sind das Feuchtgebiete aller Art, insbesondere entwässerte Wiesen, gerodete Auen, kanalisierte Gewässer und zugeschüttete Altarme.

Dipl.-Ing. Wolfgang Pelikan,
per E-Mail

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Zum Artikel vom 2. August
Niedrige Leitzinsen schaden dem Staatshaushalt

EZB-Präsident Mario Draghi will die Leitzinsen bis 2014 unten halten und das Geld fließen lassen.



Kein Zweifel, die Notenbanken halten die Geldschleusen weit offen. So bleibt es bei niedrigen Spar- und Kreditzinsen.
Es geht auch gar nicht anders. Wie könnten hoch verschuldete Staaten Europas inklusive Japan und den USA ihre Staatshaushalte einschließlich der Kreditprolongationen anders finanzieren.
Die Alternative mit steigenden Zinsen wäre der Staatsbankrott mit angeschlossenem Schuldenschnitt und Währungsreform.
Alles scheint ein Spiel mit der Zeit. Jeder offene Wechsel kommt irgendwann zur finalen Vorlage. Dann ist Zahltag für die Schuldenstaaten.

Wolfgang Werkmeister,
D-65760 Eschborn

Eigenverantwortung schützt vor dem Untergang

Sieht man sich die gegenwärtige Geld-, EU- und Systemkrise an, dann ist der Vergleich mit der Titanic, welche als unsinkbar galt, sehr passend. Kapitän und Führungsmannschaft ließen die Musik weiterspielen und die Menschen tanzten unbekümmert, obwohl sie vom Leck am Rumpf des Schiffes wussten.
Auch wir tanzen unbekümmert den Spaß- und Konsum-Tanz und glauben, dass das System- und EU-Schiff unsinkbar sei.
Anstatt auf das Gerede der Polit-Kapitäne zu hören, überlegt sich der kluge Passagier schon früher, was er braucht, wenn die EU mitsamt Weltfinanz sinkt. Nicht jammern und auf Politiker hören, sondern selber Denken und Handeln ist angesagt.

Fritz Loindl,
4882 Oberwang




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-08-05 14:20:04
Letzte Änderung am 2013-08-05 14:36:32


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